Ausbildung

Hotelbetriebswirt jetzt auch für Quereinsteiger

Auszubildende Köche und Service-Mitarbeiter hören einer Lehrkraft zu
Zum Hotelbetriebswirt in zwei Jahren – und das ganz ohne vorherige Berufsausbildung. Dieses Modell bieten jetzt die Eckert Hotelfachschulen in Regenstauf. (Foto: ©Eckert Schulen/Fotolia)
Ab September 2020 können (Fach-)Abiturienten an den Eckert Hotelfachschulen bei Regensburg eine Weiterbildung zum Hotelbetriebswirt absolvieren – auch ohne klassische Berufsausbildung.
Freitag, 31.01.2020, 10:36 Uhr, Autor: Kristina Presser

Neues Ausbildungsmodell für Quereinsteiger: Die Hotelfachschulen der Eckert Schulen in Regenstauf bei Regensburg ermöglichen künftig auch bereits Abiturienten und Fachabiturienten mit fünfjähriger Gastronomie-Erfahrung die Weiterbildung zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt. Neben der Theorie bilden sich die Teilnehmer durch Exkursionen, Praktika und Seminare mit externen Fachkräften weiter. Der nächste Jahrgang beginnt im September 2020 mit der zweijährigen Weiterbildung. Normalerweise richtet sich das Modell an Arbeitnehmer aus der Hotel- und Gastro-Branche, die darin eine abgeschlossene Berufsausbildung absolviert haben und mehrjährige Berufserfahrung nachweisen können.

Petra Mayer, Leiterin der Eckert Hotelfachschulen: „Damit öffnen wir Abiturienten und Fachabiturienten mit ‚Gastro-Gen‘ eine völlig neue Möglichkeit, in zwei Jahren einen in der Branche und auf dem Arbeitsmarkt hochanerkannten Berufsabschluss zu erreichen.“ Als Zielgruppe für das neue Studien-Modell werden vor allem jene jungen Menschen genannt, die während ihres Studiums im Service in Restaurants, Bars oder Hotels arbeiten, die Hochschule dann jedoch ohne einen Abschluss verlassen. Attraktiv würde die Weiterbildung vor allem dadurch, dass der Staatlich geprüfte Hotelbetriebswirt im Deutschen Qualitätsrahmen (DQR) Bachelor-Niveau (Stufe 6) entspricht.

Gute Berufschancen – auch im Management

Quereinsteigern bietet sich demnach eine Alternative zum Studium oder der klassischen Ausbildung. Trübe Beschäftigungsaussichten müssen Absolventen in jedem Fall nicht erwarten: Schon seit Längerem beklagt die Branche einen zunehmenden Fachkräfte- und Mitarbeitermangel. Nach Schätzungen der Bayerischen Industrie- und Handelskammern sind derzeit allein in Bayern rund 4.000 Stellen unbesetzt – vor allem Positionen von Führungskräfte. Petra Mayer: „Es fehlt an Gastro-Managern und Leuten vom Fach, die das operative Geschäft am Gast kennen und Management-Qualitäten mitbringen. Genau dort setzt die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Hotelbetriebswirt an.“ (Eckert Schulen/KP)

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