Studien- und Berufsberatung gemeinsam stärken
Beide Partner haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, mit der sie ihre Zusammenarbeit bei der Beratung von Studieninteressierten, Studenten und Hochschulabsolventen ausbauen.
Ziel
Ziel der Kooperation ist es, jungen Menschen den Zugang zu hochwertigen und bedarfsgerecht aufeinander abgestimmten Beratungsangeboten über Bildungs- und Berufswege zu erleichtern. Das soll insbesondere im häufig als herausfordernd empfundenen Übergang zwischen Schule, Studium und Beruf Orientierung bieten und unterstützen. Durch abgestimmte Informationen und individuelle Begleitung können Entscheidungen über Bildungs- und Berufswege leichter fallen.
Reaktion auf diverse Veränderungen
Die Kooperation reagiert auf aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und der demografische Wandel verändern Berufsbilder und Qualifikationsanforderungen tiefgreifend.
Gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften und an flexiblen Bildungswegen. Die sich ergänzenden bzw. gemeinsamen Beratungs- und Unterstützungsangebote sollen zu einem möglichst hohen Bildungsniveau, adäquater Beschäftigung und persönlicher Entfaltung beitragen. Die Bundesagentur für Arbeit und die Hochschulrektorenkonferenz setzen sich daher für eine noch engere Zusammenarbeit der Agenturen für Arbeit und der Hochschulen ein und wollen auf dieser Basis weitere regionale und lokale Kooperationen auch mit anderen Akteuren der Bildungsberatung anregen. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt vor Ort.
Einbindung der Berufsberatung in Hochschulen
„Viele Studenten kennen unsere Berufsberatung schon aus der Schulzeit. Auch im Studium sind unsere Berater bei Bedarf für sie da“, sagte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit. „Die Möglichkeit der Einbindung der Berufsberatung in die Strukturen der Hochschulen zeigt die zunehmende Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.“
Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz,
erklärte: „Hochschulen übernehmen eine zentrale Verantwortung, Studenten und Studieninteressierte auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und vielfältige Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu eröffnen. Die Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit stärkt diese Aufgabe, indem sie das eigene akademische Beratungsangebot erweitert. Durch die Kooperation können Studieninteressierte und Studenten noch besser und noch gezielter unterstützt werden.“
Bedeutung für die Hotellerie und Gastronomie
Für die Hotellerie und Gastronomie, die seit Jahren stark vom Fachkräftemangel betroffen sind, könnte die engere Verzahnung von Studien- und Berufsberatung mit den Hochschulen spürbare Entlastung bringen.
Durch frühzeitige Orientierung und gezielte Beratung werden potenzielle Nachwuchskräfte besser über Karrierewege in der Branche informiert – sei es über duale Studiengänge, Managementprogramme oder Quereinstiegsmöglichkeiten.
Gleichzeitig eröffnet die stärkere Zusammenarbeit Chancen, junge Menschen gezielt auf die vielfältigen beruflichen Perspektiven im Gastgewerbe aufmerksam zu machen und ihnen modernisierte, zunehmend digitalisierte Berufsbilder näherzubringen. Die Branche könnte so langfristig von einem breiteren und besser qualifizierten Bewerberfeld profitieren.
(Presseportal/SAHO)