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Was man von schnell wachsenden Restaurant-Ketten lernen kann

Die einen schaffen es, die anderen hinken nur hinterher. Was kann man sich abschauen von den Konzepten erfolgreicher Restaurant-Ketten? Wir haben vier Tipps zusammengefasst.

Dienstag, 04.06.2019, 12:17 Uhr, Autor: Kristina Presser
Frau mit Burger in Händen

Was machen erfolgreiche Restaurant-Ketten anders? (Foto: © Fotolia/Joshua Resnick)

Jedes Jahr veröffentlicht das amerikanische Fachmagazin Nation’s Restaurant News die Top 200 der am schnellsten wachsenden Restaurant-Ketten in den USA, gemessen an Umsatz und Anzahl. (Einen Vorgeschmack der zehn Überflieger gibt es übrigens jetzt schon). Da stellt sich einem gleich mal die Frage: Was machen sie richtig bzw. was machen andere Ketten falsch? Vier Tipps, was man aus diesen Erfolgsgeschichten lernen kann, gab das Magazin nun im Vorfeld der Top-200-Veröffentlichung.

Tipp 1: Dem Markenversprechen treu bleiben
Leistungsstarke Restaurants wissen, wer sie sind und worin ihre Stärken liegen … und weichen nicht davon ab. Als Beispiel ist die Kette „Chick-fil-A“ genannt, die für 2018 ein Umsatzwachstum von 16,7 Prozent verbuchen kann. Sie bleibt sich treu in puncto Fokussierung auf die Gastronomie, der fast 25-jährigen Marketingbotschaft von „Eat Mor Chikin“ und hat nach wie vor sonntags geschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Neuerungen bei der Restaurantkette gibt. Sie stellt aber sicher, dass diese auch zum Konzept passen.

Tipp 2: Größe ist Einstellungssache
Klar ist es einfacher, schnell zu wachsen, wenn man einen kleinen Ausgangspunkt hat. Aber auch große, etablierte Marken schaffen es, diese Dynamik mit ihren Filialen aufrecht zu erhalten. Domino’s fokussiert sich zum Beispiel start-up-ähnlich auf Technologie und den Lieferservice. Es geht also darum, sich nicht auf die Größe der Kette allein zu verlassen, sondern immer zu investieren und Neues zu erschließen. Randy Garutti, CEO der erfolgreichen Burger-Kette Shake Shack, sagt dazu: „Je größer wir werden, desto kleiner müssen wir handeln.“

Tipp 3: Nischenmärkte anpeilen
Dass der Food-Markt relativ übersättig ist, ist kein Geheimnis. Damit man trotzdem besteht, also keine Kunden verliert, sondern bestenfalls neue Laufkundschaft anzieht, muss man jene der Konkurrenz gewinnen. Eine Möglichkeit dafür ist es, neue Nischenmärkte zu erobern. Die Kette Lazy Dog konzentriert sich zum Beispiel auf die Verköstigung von Millennials. Auf ihrer Instagram-Seite gibt es haufenweise Fotos von Kunden, die mit ihren Hunden auf der Terrasse entspannen und appetitliche Aufnahmen des Craft-Beer-Programms.

Tipp 4: Für etwas einstehen
Soziales Engagement und das markeneigene Bewusstsein der sozialen Verantwortung, kann ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von anderen Unternehmen sein. Das Magazin nennt als Beispiel die Pizza-Kette MOD – die am schnellsten wachsende Restaurantkette in den USA in 2018. Was macht sie besonders? Die Marke setzt sich von anderen durch die Zahlung überdurchschnittlicher Löhne ab, durch Spenden an gemeinnützige Organisationen und die Beschäftigung von ehemals Inhaftierten oder geheilten Sucht-Kranken.

 

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