Weihnachten in Corona-Zeiten

Zehn Tipps, um das (gastronomische) Weihnachtsfest zu retten

Ob Gutscheine, Glühweinfenster oder Selfordering-Straßen – es gibt viele kreative Möglichkeiten mit denen Gastronomen trotz Corona-Beschränkungen das Weihnachtsgeschäft ankurbeln können. 

Dienstag, 07.12.2021, 09:27 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Weihnachtsbraten festlich angerichtet auf dem weihnachtlichen Tisch

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie erschweren Gastronomen auch in diesem Jahr das Weihnachtsgeschäft. Mit Kreativität und Flexibilität lässt sich dennoch noch einiges aus der besinnlichen Zeit herausholen. (Foto: © karepa – stock.adobe.com)

Was haben wir uns gefreut, als im Sommer 2021 nach anderthalb Covid-Jahren endlich wieder Normalität Einzug erhalten hatte. Die Sonne schien, die Gäste kamen zurück und nichts konnte uns bremsen. Nicht einmal die erhöhten Hygienebestimmungen oder der (hoffentlich) vorübergehende Personalmangel. Mancherorts war man sogar Monate später noch so euphorisch, dass man vollmundig Weihnachtsmärkte völlig ohne Beschränkungen versprach und dass, obwohl die Inzidenzen bereits wieder stiegen. Einige Tage später bekamen wir die Quittung, ohne Bewirtungsbeleg, denn die Bewirtung muss leider ausfallen. Schon wieder. Weihnachtsmärkte wurden teilweise abgesagt, 2G+ und Kontaktbeschränkungen reduzieren den Gästestrom. Stefanie Milcke, CMO & CSO bei Amadeus360,  hat jedoch zehn Tipps, wie Sie jetzt noch das meiste aus Ihrem Weihnachtsgeschäft herausholen können.

Tipp 1: Gutscheine mit Wow-Effekt

Gutscheintipps kennt nun wirklich auch schon Nachbars Oma? Korrekt. Deshalb kommt es darauf an, dass Sie es anders als alle anderen machen. Sie müssen sich abheben, sonst sind diese Verkäufe nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Lassen Sie sich etwas einfallen, dass nicht jeder bieten kann. Geben Sie eine Überraschung für die Kinder dazu, einen flambierten Kuchen für Geburtstags’kinder‘, eine zusätzliche Gewinnchance oder was Ihnen so einfällt. Hauptsache, Sie heben sich von der Masse ab. Übrigens, um den Aufwand so gering wie möglich zu halten, empfiehlt sich eine direkte Verknüpfung von Gutscheineinlösung und Kasse.

Tipp 2: Festessen auf Knopfdruck

Gerade der Dezember hat viele Anlässe, an denen Ihre Gäste die Zeit lieber mit der Familie, anstatt stundenlang in der Küche verbringen. Zugangsbeschränkungen müssen nicht das Ende dieses Traums sein. Bieten Sie doch mal per Onlinebestellung komplette Weihnachtsmenüs an. Um die Kapazität der Küche gleichmäßig auszulasten, können Sie auch erkaltete Speisen mit Aufwärmanleitung liefern. Das haben 2020 sogar Sterneköche sehr erfolgreich gemacht. Dadurch befreien Sie sich auch von Ihrem Einzugsgebiet, weil Sie sich durch den Versand in ganz Deutschland erschließen. Wichtig: Es gibt technisch einen großen Unterschied zwischen einer digitalen Speisekarte mit Bestellfunktion für Lieferung und Abholung warmer Speisen und einem Shop mit Postversand zum Beispiel Shopify. Die Entscheidung für das System sollte erst nach Ihrer strategischen Entscheidung erfolgen.

Tipp 3: Glühweinfenster

Wenn es draußen kalt und am besten noch verschneit ist, gehört für viele ein schöner heißer Glühwein zur Tradition. Dabei geht es um weit mehr als erhitzen Alkohol. Es ist ein Feuerwerk der Sinne, ein Lebensgefühl, ein bisschen Seele baumeln lassen. Dieses Jahr bleibt das vielen Menschen verwehrt, denn vielerorts mussten die Weihnachtsmärkte abgesagt werden – die optimale Gelegenheit für Sie, hochwertigen aromatischen Glühwein auszuschenken.

Tipp 4: Weihnachtsmarkt in Häppchen

… oder sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt auf Ihren Parkplatz zu holen. Dieser muss gar nicht besonders groß sein. Eine Kinderattraktion, ein Glühweinstand (oder -fenster) und frisch geröstete Maroni, gebrannte Mandeln oder Zuckerwatte können bereits Gäste anziehen. Fragen Sie doch mal bei den Schaustellern, aus Orten, in denen die Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, nach.

Tipp 5: Glühwein-Mobil

Ihr Parkplatz ist zu klein oder aus anderen Gründen ungeeignet? Dann versuchen Sie doch die mobile Variante. Alles, was Sie brauchen ist ein großer Glühweintopf und etwas Ortskenntnis, um zu wissen, wo viele Passanten vorbeikommen. Vielleicht ein zugefrorener See oder ein schöner Spazierweg… Möglichkeiten gibt es viele. Wichtig: sobald sie Bargeld annehmen und eine digitale Kasse führen, müssen die Verkäufe manipulationssicher erfasst werden.

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