The Lux Collective setzt auf neue Führungskräfteentwicklung
Die Luxushotelgruppe The Lux Collective treibt die Entwicklung ihrer Führungskräfte mit einem neuen Ansatz voran. Angesichts wachsender wirtschaftlicher Anforderungen setzt das Unternehmen auf ein praxisnahes Lernprogramm, das operative und betriebswirtschaftliche Kompetenzen stärker miteinander verzahnt.
Neue Anforderungen an Führungskräfte
Operative Exzellenz und Servicequalität bleiben zentrale Erfolgsfaktoren in der Luxushotellerie. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Führungskräfte deutlich. Kostenentwicklungen, veränderte Nachfrage und höhere Erwartungen der Gäste führen dazu, dass Entscheidungen in den einzelnen Betrieben unmittelbare Auswirkungen auf Markenwert und Rentabilität haben.
Innerhalb der Hotelgruppe zeigte sich dabei ein unterschiedliches Niveau bei den kaufmännischen Kompetenzen. Während einige Führungskräfte sicher mit Kennzahlen und Preisstrategien umgehen konnten, fiel es anderen schwerer, finanzielle Zusammenhänge zu bewerten oder Investitionsentscheidungen zu treffen.
Fokus auf unternehmerisches Denken
Die interne Analyse machte deutlich, dass klassische Schulungsformate nicht ausreichen. Ziel war ein grundlegender Perspektivwechsel hin zu einer stärkeren unternehmerischen Verantwortung auf Führungsebene.
„Bei The Lux Collective können Gasterlebnis und betriebswirtschaftliche Disziplin angesichts unseres dynamischen Wachstums nicht länger isoliert betrachtet werden. Eine unternehmerische Denkweise in Verbindung mit fortschrittlichem KI-Lernen ist heute unerlässlich, um den Markenwert und die langfristige Rentabilität zu sichern“, sagt Olivier Chavy, Chief Executive Officer von The Lux Collective.
Simulation als Lerninstrument
Als erstes globales Hotelunternehmen setzt The Lux Collective dafür auf eine speziell für die Luxushotellerie entwickelte Unternehmenssimulation mit Celemi Enterprise™. Das Programm bildet reale Betriebsabläufe ab – von Zimmern über Gastronomie bis zu Wellness, MICE und digitalen Angeboten.
In einem mehrphasigen Programm über 20 Wochen hinweg leiteten 133 Führungskräfte virtuelle Luxusresorts. Dabei trafen sie operative, kommerzielle und strategische Entscheidungen und konnten deren Auswirkungen auf Kennzahlen wie Rentabilität, Gästeerlebnis und Marktposition direkt nachvollziehen.
Ergänzt wurde das Programm durch den Einsatz von KI-Tools und Fallstudien aus der Praxis. Nach jeder Simulationsrunde erhielten die Teilnehmer Marktberichte, die ihre Entscheidungen im Wettbewerbsvergleich einordneten.
„Das Simulationsprogramm, das sich durch ein hohes Maß an Realismus auszeichnet, zeigte den Führungskräften, wie sich Entscheidungen in Echtzeit auf die Situation auswirken, und beschleunigte so den Lernprozess und die praktische Umsetzung“, erklärt Smita Modak, Head of Learning and Development and Talent Management.
Messbare Ergebnisse und kultureller Wandel
Die Ergebnisse des Programms zeigen laut Unternehmen deutliche Verbesserungen in der kaufmännischen Kompetenz sowie eine hohe Beteiligung und Zufriedenheit unter den Teilnehmern.
Auch im operativen Geschäft wurden Veränderungen sichtbar. Führungskräfte arbeiten mit präziseren Preisstrategien, steuern Kapazitäten gezielter und setzen Unternehmensstrategien konsequenter im Tagesgeschäft um. Gleichzeitig konnten neue Talente mit ausgeprägtem wirtschaftlichem Verständnis identifiziert werden.
Darüber hinaus hat das Programm einen kulturellen Wandel angestoßen. Kreativität und wirtschaftliche Disziplin werden stärker miteinander verbunden, um Gästeerlebnisse sowohl emotional als auch wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten.
„Wir haben eine gemeinsame unternehmerische Denkweise geschaffen, die kultur- und funktionsübergreifend ist. Der Wandel im Selbstverständnis war transformativ“, sagt Nicolas Autrey, Chief of People & Culture bei The Lux Collective.
Neue Maßstäbe in der Branche
Was als Entwicklungsmaßnahme begann, hat sich laut Unternehmen zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmenskultur entwickelt. Führungskräfte übernehmen stärker Verantwortung für wirtschaftliche Ergebnisse und verbinden diese mit operativer Qualität.
(Kleber Group/ SAHO)