Kapitales vom Rind

Auf’s Fleisch gekommen

11 Jahre gereift – das ist das KvR in der Viktoriastraße in Nordschwabing, München. Ende Juli feiert das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Steak-Restaurant „Kapitales vom Rind“ elfjähriges Bestehen und blickt dabei auf herausfordernde wie amüsante Momente zurück. 

Dienstag, 26.07.2022, 13:46 Uhr, Autor: Karoline Giokas
Gastraum im KvR München

Im Schwabinger KvR trifft hochwertiger Fleischgenuss auf rustikal-modern interpretiertes Gasthaus-Ambiente. (Foto: © K. Giokas)

Wer beim KvR in der Viktoriastraße an das Kreisverwaltungsreferat denkt, liegt komplett daneben. Kenner wissen seit elf Jahren, dass es hier eine hochwertige Auswahl an Steaks, statt Wartenummern gibt. Das ungewöhnliche Namenskürzel entstand mehr oder weniger durch Zufall und sorgte in der Gemeinde für einiges Aufsehen.

„Der Name war rechtlich nicht geschützt. Das Kreisverwaltungsreferat konnte trotz zahlreich ihrerseits eingeschalteter Anwälte nichts ausrichten“, plaudert Betreiber Simi Berst aus dem Nähkästchen und lacht dann: „Es war aber amüsant, wie viele Menschen anfangs bei uns ihren Ausweis beantragen oder ändern lassen wollten.“

Nicht einfach nur Steaks

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist das KvR nun schon fester Bestandteil im historischen Rolandseck und gilt als die Adresse für Fleischliebhaber. Seit der Übernahme des dortigen Lokals haben Betreiber Simi Berst und sein Team das Restaurant umgestaltet, spannende Designelemente integriert und ihren Fokus ganz auf ausgezeichnete Speisen und Getränke gesetzt.

„Mir war von Anfang an wichtig, etwas Neues zu schaffen. Ich wollte nicht nur ein außergewöhnliches Steak-Restaurant mit exzellenter Fleischqualität eröffnen, sondern auch besondere Akzente in der Einrichtung setzen“, erklärt Geschäftsführer Simi Berst, der klassische Steak-Restaurants bereits aus seiner Zeit in Amerika kannte, als diese hierzulande noch in den Kinderschuhen steckten.

Ein echter Eyecatcher schon am Eingang des KvR: der Dry Aged Reifeschrank (Foto: © K. Giokas)

Was darf’s sein?

So implementierte der sympathische Pfälzer im KvR beispielsweise den Dry Aged Reifeschrank und die Fleischtheke mit dem Rindarium, das ähnlich einem Aquarium in so manchem Asia-Restaurant fungiert: „Hier suchen sich die Gäste nach ihrem Geschmack das aus, was sie auf dem Teller haben möchten. Berechnet wird nach Gewicht, und zwar grammgenau – dann gibt’s einen Bon und das Fleisch wird ganz nach Gusto des Gastes gegrillt und zubereitet“, erklärt der Gastronom den Kerngedanken seines Konzepts. Nur knapp drei Prozent der Gäste verzichten auf das individuelle Entertainment und bestellen direkt von der Karte.

Gegrillt wird von den Steak-Experten auf dem offenen Holzkohlegrill im Gastraum. Zur Auswahl stehen neben bekannten Klassikern und Spezialsorten auch Dry Aged-Spezialitäten wie etwa Roastbeef, Rinderfilet oder Hochrippe. Das Dry Aged Reifeverfahren von mindestens vier Wochen bei hoher Luftfeuchtigkeit intensiviert den Eigengeschmack des Fleisches und verleiht ihm eine besondere Note.

 

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