Umweltbewusstsein

Erstes nachhaltiges Street Food Festival startet

In der Stadt Kleve startet am 6. und 7. April ein ungewöhnliches Pilotprojekt: Sämtliche Einmalartikel des dort stattfindenden Street Food Festivals sind umweltfreundlich und kompostiertbar. Auch Wissenschaftler sind vor Ort.

Donnerstag, 04.04.2019, 09:31 Uhr, Autor: Thomas Hack
Drei weibliche Kunden an einem STreet-Food-Truck

Das Street Food Festival in Kleve soll die erste derartige Großveranstaltung mit einem praktikablen Zero-Waste-Ansatz sein. (© nenetus)

Nach umfangreichen Vorbereitungen ruft das Unternehmen Papstar in Kooperation mit Partner Street Food Festival sowie dem Entsorgungsunternehmen Schönmackers zu einem großangelegten Pilotversuch namens „Kreislaufwirtschaft“ auf. Unter dem Motto „Komm, wir machen Kompost draus!“ findet erstmalig eine derartige Großveranstaltung statt, auf welcher sämtliches Essgeschirr, Becher und Besteck aus nachhaltigen Materialien bestehen. Der Projektaufbau basiert dabei auf drei Säulen:

  • Die verwendeten Einmalartikel sind ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Frischfaser-Karton, Zuckerrohr, Bambus, Palmblatt oder Maisstärke hergestellt.
  • Sämtliche Besucher des Festivals werden zum Mitmachen aufgerufen, das Geschirr, Besteck oder die Becher in den gesondert bereitgestellten Abfallbehältnissen zu entsorgen.
  • Das gebrauchte Geschirr wird nach dem Festival in eine nahegelegene Kompostieranlage gebracht. Dort wird im weiteren Zuge auch die Beschaffenheit des eingebrachten Kompostmaterials untersucht und bewertet. Eine wissenschaftliche Begleitung ist durch die Hochschule Rhein-Waal gewährleistet.

Erste Großveranstaltung mit Zero-Waste-Ansatz
„Wir wären bei einem Erfolg dieses Projekts nicht nur das erste Street Food Festival, dem es gelungen ist, eine Kreislaufwirtschaft umzusetzen, sondern – nach meinem Wissen – die erste Großveranstaltung weit und breit mit einem praktikablen Zero-Waste-Ansatz“, sagt Veranstalter Till Riekenbrauk voller Vorfreude über ein (noch) nicht alltägliches Festival. Papstar wird mit einem Team in Kleve vor Ort sein, unter anderem auch um die Besucher des Festivals bei der Entsorgung ihres gebrauchten Geschirrs „an die Hand zu nehmen“. Selbstverständlich werden die zusätzlichen Abfallbehältnisse aber auch besonders gekennzeichnet sein. „Alle zusammen verfolgen wir ein Ziel: Ein Paradebeispiel in Bezug auf die nachhaltige Nutzung von Einmalgeschirr zu schaffen – ganz nah dran an einer Kreislaufwirtschaft“, so Bernd Born von Papstar.

Weitere Infos gibt es unter https://street-food-festival.de/kleve

 

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