Solidarität

„Härteste Kneipe Hamburgs“ wird zur Suppenküche

Der „Elbschlosskeller“ in St. Pauli bezeichnet sich selbst gern als die härteste Kneipe Hamburgs. Doch jetzt zeigt der Wirt sein weiches Herz.

Dienstag, 24.03.2020, 11:03 Uhr, Autor: Thomas Hack
Der Elbschlosskeller in Hamburg

Von der härtesten Kneipe in St. Pauli zum Wohltäter in der Coronakrise: Der „Elbschlosskeller“ in Hamburg. (© picture alliance/Christian Charisius/dpa)

Wenige Tage nach der Zwangsschließung wegen des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus hat sich die Hamburger Kultkneipe „Elbschlosskeller“ in eine Suppenküche und Kleiderkammer für Obdachlose verwandelt. „Abgefahrene Situation, das ist ganz neu für mich“, sagte „Elbschlosskeller“-Wirt Daniel Schmidt dazu in einem Video, das er auf Facebook online gestellt hatte.

„Der Kiez hält zusammen“

Am Wochenende hatte er gemeinsam mit Freunden und Spenden von vielen Menschen aus dem Stadtteil St. Pauli Essen, Trinken und Kleidung an Bedürftige ausgeteilt. „Der Kiez hält zusammen“, sagte Schmidt dazu. Schon zu Beginn waren etwa 220 Kilogramm Lebensmittel zusammengekommen, hieß es weiter. Während der Ausgabe der Lebensmittel, Jacken, Decken, Kissen und Schlafsäcke hatte Schmidt zufolge zeitweise auch die Polizei kontrolliert, ob die zwei Meter Sicherheitsabstand eingehalten wurden. (dpa/TH)

 

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