Studie

Home-Office eröffnet Chancen für Lieferservices

In ganz Deutschland funktionieren die Home-Offices. Nur die Ernährung lässt noch Wünsche offen. Daraus ergeben sich lukrative Marktchancen für Lieferservices – etwa aus der Kantine. Das zeigt eine aktuelle Studie von Thermohauser.

Mittwoch, 24.11.2021, 12:12 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Lieferdienst übergibt Essen an der Tür

Drei Viertel aller Deutschen mögen ihren Arbeitsplatz zu Hause. Sie wollen mehr aus dem Home-Office arbeiten, auch nach der Pandemie. Allerdings sind junge Arbeitnehmer und Kantinen-Stammgäste häufig unzufrieden mit dem, was sie sich in ihrer Mittagspause gönnen. (Foto: © SFIO CRACHO – stock.adobe.com)

Deutschland hat sich im Home-Office bestens eingerichtet. Viele Werktätige arbeiten von zu Hause aus – permanent, überwiegend oder an einzelnen Tagen. Inzwischen bevorzugen 56 Prozent von ihnen das Home-Office gegenüber dem Büro. Diese Zahl stammt aus einer aktuellen Studie, die vom Thermohauser in Auftrag gegeben wurde. Die Meisten sind damit zufrieden, dass sie ihren Job vom Home-Office aus erledigen können. 79 Prozent geben an, ungestörter arbeiten zu können. 65 Prozent behaupten sogar, effizienter und schneller ihr Pensum zu erledigen. Für 82 Prozent spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Sie sei so wichtig wie der Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen. Mit dem, was auf den Tisch kommt, sind die Menschen im Allgemeinen zufrieden. Bei einer detaillierten Analyse fallen jedoch Personenkreise ins Auge, die unter dem Wegfall der Kantine überdurchschnittlich leiden. Vor allem Kantinen-Intensivnutzer und junge Arbeitnehmer klagen über ihre eigene Ernährung.

Von der Kantine ins Büro daheim

Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass sich viele einen Kantinen-Homeservice wünschen. 81 Prozent der Deutschen, die aktuell im Home-Office arbeiten, würden diesen in Anspruch nehmen. Insbesondere junge und mittlere Altersgruppen zeigen starkes Interesse. Die Marktchancen für Lieferservices aus der Kantine stehen also glänzend. 59 Prozent der Befragten würden mindestens zwei- bis dreimal pro Woche zuschlagen. 62 Prozent würden dabei auch einen Aufpreis gegenüber dem normalen Kantinenpreis akzeptieren. Der Zuschlag wurde im Mittel mit 2,73 Euro gemessen.

Die zukünftigen Kunden haben bei der Gestaltung des Angebots klare Vorstellungen. 96 Prozent finden es wichtig, Verpackungsmüll weitest möglich zu vermeiden. Fast die Hälfte der Befragten bevorzugt Mehrweggeschirr als festen Bestandteil der Lieferung (47 Prozent).

(Thermohauser/NZ)

 

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