Umbau

Wellness hinter historischen Mauern

Nördlich des Gardasees haben die Architekten von Noa* einem ehemaligen Kloster zu neuem Glanz verholfen und das Wellnesshotel Hotel Monastero Arx Vivendi geschaffen, das geschichtsträchtigen Charme verströmt.

Freitag, 03.12.2021, 09:39 Uhr, Autor: Karoline Giokas
Monastero Arx Vivendi

Wellness im Klostergarten – dafür wurden im Hotel Monastero Arx Vivendi sieben leichte Körper aus Glas und Metall in die Grünbflächen gesetzt. Foto ©Alex Filz

Nur 13 Kilometer vom Lago di Garda entfernt liegt sie, die Klosteranlage Monastero delle Serve di Maria Addolorata in Arco. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ist bis heute in ihrer von sieben Metern hohen Mauern eingefassten Baustruktur erhalten.

Einst war es das Zuhause frommer Schwestern, seit der knapp einjährigen Umgestaltung, die unter den Auflagen der Denkmalpflege erfolgte, bietet das neue Hotel Monastero Arx Vivendi 40 neue Zimmer und Suiten in insgesamt sechs Kategorien: Cella, Cella Spatiosa, Lux, Lux Spatiosa, die Loggia Suite und die Hortus Suite mit einem 280 Quadratmeter großen privatem Garten. Allesamt waren früher Zellen.

Alte Räumlichkeiten, neue Nutzung

Vollständig von einer sieben Meter hohen Mauer umgeben, die in ihrem ursprünglichen Aussehen erhalten wurde, erstreckt sich das Kloster im Inneren auf drei Ebenen. „Es überrascht, wie unterschiedlich die Räumlichkeiten auf jeder Ebene sind“, bemerkt Noa*-Architekt Francesco Padovan, der das Architekturprojekt betreute.

„Von konzentrischen Räumen im Erdgeschoss über einen majestätischen Korridor im ersten Stock bis hin zu dem mit Holzbalken verkleideten Dachgeschosses. Aufbauend auf dieser Vielfalt von Umgebungen haben wir Lösungen entwickelt, welche die verschiedenen Designs nicht verändern, sondern deren Charme und Originalität verstärken“.

So wurde im Erdgeschoss der öffentliche Bereich durch Hervorheben der vorhandenen Wege gestaltet: Entlang der zentralen Achse befinden sich die Rezeption, der Frühstücksraum und ein Lesezimmer bzw. eine Lounge, allesamt mit den ursprünglichen Kreuzgewölben und durch einen langen Korridor verbunden und umschlossen.

Im Erdgeschoss liegen außerdem die Bar und die Küche. Im ersten Geschoss öffnet sich ein imposanter, zentraler Korridor über eine Länge von fast 50 m, hervorgehoben von seinen bestehenden Deckenbalken. Die ehemaligen, an den Seiten angeordneten Klosterzellen wurden paarweise zusammengeführt, um Räume mit einer großzügigeren Fläche von 22 bis 30 Quadratmetern zu schaffen. In jedem Zimmer beherbergt also eine „Zelle“ den Schlafbereich, während die zweite das Badezimmer ist.

Spa im Klostergarten

Der Klostergarten, damals ein Ort der Erholung, ist Grundlage für das neu konzipierte „Salus per Aquam“: ein liebevoll gestalteter Wellnessbereich mit beheiztem Außenschwimmbad, mehren Saunen, Ruhe-und Behandlungsräumen sowie einem Hammam.

Auch die Kloster-Bar hat hier einen Platz gefunden – hier  wird morgens gesund gefrühstückt und am Abend ein gutes Glas Wein vom Lago, prickelndes Glück aus der umliegenden Bergwelt oder gerne auch mal ein besonderer Cocktail serviert. Dazu gibt es kleine Gerichte und herzhafte Snacks: das Leben im Kloster kann eben so schön sein!

(noa* network of architecture/Monastero Arx Vivendi/KG)

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