Preiserhöhung

Fassbier für Gastronomen wird teurer

Im deutschen Biermarkt zeichnen sich erste Preiserhöhungen für Gastronomen und den Handel ab. Vor allem Gasthäuser, die frisch zapfen, müssen tiefer in die Tasche greifen.

Dienstag, 07.01.2020, 10:46 Uhr, Autor: Thomas Hack
Einige Fassbiere an einer Theke

Der führende deutsche Bierbrauer, die Radeberger Gruppe, hebt für den Großteil seiner Produkte den Fassbierpreis Anfang März 2020 an. Auch einige Flaschenbiere werden teurer. (© master1305/stock.adobe.com)

Bier vom Fass wird in zahlreichen Fällen für Gastronomen teurer. Denn der führende deutsche Bierbrauer, die Radeberger Gruppe, hebt für den Großteil seiner Produkte den Fassbierpreis Anfang März 2020 an. Ausgenommen sollen insbesondere Kölsch und die Biere der Marke Stuttgarter Hofbräu sein, hat eine Sprecherin der Radeberger Gruppe dieser Tage dazu verlauten lassen. Zur Höhe der geplanten Preisanhebungen für die Gastronomie machte das Frankfurter Unternehmen keine Angaben. Zur Radeberger Gruppe gehören mehr als 40 Biermarken in Deutschland.

„Preiserhöhung wegen stetiger Kostensteigerungen“ (Radeberger)

Darüber hinaus will das Unternehmen für einen Teil seiner Flaschenbiere die Abgabepreise anheben – darunter Schöfferhofer Weizen, Berliner Pilsner und Ur-Krostitzer. Die Radeberger Gruppe begründete den Schritt mit stetigen Kostensteigerungen, die nun nicht mehr intern kompensiert werden könnten. Dabei wird unter anderem auf höhere Logistik-, Energie- und Verpackungskosten sowie Investitionen in das Mehrwegsystem und Tariferhöhungen verwiesen. Die zum Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe hatte zuletzt vor rund zwei Jahren im Bereich Flaschenbier die Preise erhöht. Bei den Erhöhungen handelt es sich um Abgabepreise der Brauereien an Getränkefachgroßhandlungen, Gastronomie oder den Handel. Ob und in welchem Umfang das auf die Verbraucherpreise durchschlägt, bleibt abzuwarten.

Auch Krombacher und Veltins könnten Preise erhöhen

Die Privatbrauerei Krombacher hebt ebenfalls ihre Fassbierpreise im neuen Jahr an, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Krombacher ist eine der meistgetrunkenen Biermarken in Deutschland. Die Privatbrauerei Veltins erwägt ebenfalls, den Fassbierpreis angesichts von Kostensteigerungen im neuen Jahr anzuheben. „Wir denken darüber nach“, sagte ein Sprecher. Nach Einschätzung des Fachmagazins Inside wird der Preisabstand zwischen Fassbier und Flaschenbier im neuen Jahr weiter zunehmen. Dass Fassbier zumeist deutlich teurer sei als Flaschenbier, sei für die Gastronomie nicht unbedingt hilfreich, sagte Herausgeber Niklas Other. Er geht davon aus, dass weitere Brauer den Fassbierpreis erhöhen. Zumindest bei Dosenbier scheint es Entwarnung zu geben: Krombacher hat noch im alten Jahr eine angekündigte Preiserhöhung für Dosenbier nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen, wie der Sprecher des Unternehmens bestätigte. (dpa/TH)

 

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