Millioneninvestition

OeTTINGER startet Megaprojekt in Mönchengladbach

Die OeTTINGER Brauerei investiert 10 Millionen Euro für die Modernisierung der Niederlassung Mönchengladbach. Für die tonnenschweren Drucktank-Kolosse rollen zahlreiche Schwertransporter über deutsche Straßen.

Donnerstag, 28.02.2019, 11:15 Uhr, Autor: Thomas Hack
Oettinger Brauerei beim Aufstellen der Drucktanks

Die 16 Drucktanks, in denen künftig die fertig filtrierten Biere bis zur Abfüllung zwischengelagert werden, haben einen Durchmesser von 4,20 Meter und wiegen im Leerzustand bis zu 30 Tonnen. (© oettinger)

Aus Bürgstadt im Odenwald über Main und Rhein an den Neusser Hafen und weiter nach Mönchengladbach: Diese Strecke legen dieser Tage tonnenschwere Edelstahltanks zurück. Das Ziel: die OeTTINGER Brauerei in Mönchengladbach. Der Grund: moderne Technik für den Standort. Neben hervorragend ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern seien der Brauerei zufolge hochmoderne und effiziente Technologien die wesentliche Grundlage, um im besonders wettbewerbsintensiven Biermarkt zu bestehen. In Mönchengladbach setze das Familienunternehmen dahingehend ein weiteres sichtbares Zeichen und installiert derzeitig 16 neue Drucktanks auf dem Gelände. Mit rund 10 Millionen Euro schlagen die bis zu 30 Meter hohen Edelstahlkolosse zu Buche, während OeTTINGER weitere 5 Millionen Euro in den kommenden Jahren in die Erweiterung einer Vollguthalle investieren möchte. Bis August 2019 sollen alle technischen Arbeiten abgeschlossen sein und die Anlage in Betrieb genommen werden.

„Neue Maßstäbe der Braubranche!“
„Diese vielen Tanks in drei verschiedenen Größen eröffnen uns die Möglichkeit, die große Produktvielfalt unserer Brauerei noch besser abzubilden. Hier in Mönchengladbach können wir alles brauen. Wir können Pils, Export und Weißbier. Wir können Bock und Saisonbiere und und und. Und ganz besonders gut können wir natürlich das beste Altbier überhaupt“, lässt Dr. Andreas Boettger, Geschäftsführer Technik der OeTTINGER Brauerei, selbstbewusst verlauten. Bereits in den vergangenen Jahren hat OeTTINGER kräftig in die Technikanlagen in Mönchengladbach investiert: So etwa soll das Sudhaus mit seinem energieeffizienten Brew-Runner-Verfahren zu den innovativsten in ganz Deutschland zählen. Zudem nahm das Unternehmen 2015 eine großtechnische Membranfilteranlage in Betrieb, die eine sanfte Filtration und Klärung des Bieres mit geringem Energieaufwand ermögliche.

26 Lkws voller OeTTINGER-Kisten im 30-Tonnen-Tank
Die 16 Drucktanks, in denen künftig die fertig filtrierten Biere bis zur Abfüllung zwischengelagert werden, haben einen Durchmesser von 4,20 Meter und wiegen im Leerzustand bis zu 30 Tonnen. Die kleinsten vier sind 17 Meter hoch, weitere vier messen 21 Meter und die größten acht Tanks erreichen sogar 30 Meter. In diese passen 3.400 Hektoliter Bier, was umgerechnet 26 Lkws voller OeTTINGER Kästen entspricht. Vom Drucktank erfolgt die vollautomatische Abfüllung des fertigen Bieres in Flaschen und Dosen, wobei hierzu der Ersatzneubau über eine oberirdische Rohrtrasse mit den bestehenden Abfüllanlagen verbunden wird. Die Großinvestition soll eine der Antworten von OeTTINGER auf einen preissensiblen und besonders anspruchsvollen nationalen Biermarkt sein, der dem Unternehmen zufolge die permanente Optimierung von Prozessen erfordere, ohne dabei Abstriche bei der Produktqualität zuzulassen. „Mönchengladbach leistet hierzu unter anderem dank der neuen Tanks und Prozesstechnologien einen erheblichen Beitrag“, betont Technikgeschäftsführer Boettger. „Wir stellen diese Tanks auf, damit wir unseren Kunden auch weiterhin bestes Bier zu einem attraktiven Preis anbieten können.“

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen