Kaffeekonsum 2020

Des Deutschen Lieblingsgetränk

Auf Kaffee wollen die Menschen in Deutschland nicht verzichten. Im Gegenteil: Der Konsum ist im vergangenen Jahr sogar gestiegen. Durch die Pandemie konnte das Gastgewerbe jedoch nicht davon profitieren.

Freitag, 09.04.2021, 10:28 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Kaffeetasse im Kaffeeautomaten

Pandemiebedingt ging der Kaffeekosum in der Gastronomie zurück, insgesamt haben die Deutschen 2020 jedoch pro Kopf 20 Tassen mehr getrunken. (Foto: © Photocreo Bednarek/stock.adobe.com)

Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 mehr Kaffee getrunken als im Jahr zuvor. Insgesamt legte der Kaffeemarkt den Angaben zufolge um 1,5 Prozent zu. Das entspreche pro Kopf einer Steigerung von 20 Tassen Kaffee auf insgesamt 168 Liter. Wegen der Einschränkungen durch die Pandemie und des vermehrten Homeoffice-Einsatzes hätten die Menschen den Konsum jedoch Großteils in die eigenen vier Wände verlagert, teilte der Deutsche Kaffeeverband in Hamburg mit.

Cafés haben das Nachsehen

„Lockdown heißt nicht, dass der Konsument keinen Kaffee mehr trinkt, wenn Coffee-Shop und Kantine geschlossen sind. Vielmehr haben sich die Konsumorte in dieser Zeit verändert“, sagte Hauptgeschäftsführer Holger Preibisch. So verbrauchten die Menschen den Angaben zufolge zu Hause 37.900 Tonnen Röstkaffee mehr als 2019. Das entspreche einer Steigerung von elf Prozent. Auf der anderen Seite ging der Konsum außerhalb der eigenen vier Wände etwa in der Gastronomie oder am Arbeitsplatz um 30.300 Tonnen zurück. Das sei ein Minus von 23 Prozent.

Kaffeekonsum zu Hause boomt

Parallel zum größeren Kaffeedurst haben die Menschen auch ihre Kaffeemaschinen aufgerüstet. Inzwischen besitze fast jeder dritte Haushalt einen Vollautomaten. Entsprechend sei auch der Absatz von ganzen Kaffeebohnen um 26 Prozent gestiegen und erreiche nun einen Marktanteil von 37 Prozent. Nach wie vor am beliebtesten mit einem Marktanteil von 50 Prozent sei jedoch der klassische Filterkaffee. Dessen Absatz sei um 0,2 Prozent gestiegen.

Auch alle weiteren Kaffee-Varianten für die Zubereitung zu Hause seien im Corona-Jahr 2020 vermehrt gekauft worden. Kaffeemixgetränke in Pulverform legten um gut sieben Prozent zu, Kaffeepads um sechs Prozent und löslicher Kaffee um fünf Prozent. Zudem seien vier Prozent mehr Kaffeekapseln verkauft worden. Aus Umweltschutzgründen gelten diese – besonders wenn sie aus Aluminium sind – als problematisch.

(Deutscher Kaffeeverband/NZ)

 

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