Der Umwelt zuliebe

Johnnie Walker will Flaschenproduktion revolutionieren

Der Spirituosenhersteller Diageo beteiligt sich an der Produktion plastikfreier Verpackungen. Jetzt gäbe es eine Flasche, die das Potenzial habe, „wirklich bahnbrechend zu sein“, heißt es. Den Anfang macht Johnnie Walker 2021.

Donnerstag, 23.07.2020, 09:57 Uhr, Autor: Kristina Presser
Johnnie Walker in Papierflasche

Johnnie Walker kommt ab Anfang 2021 in einer Papierflasche daher. (Foto: ©Diageo)

100 Prozent plastikfrei: Diageo, Hersteller der Spirituosenmarken Johnnie Walker, Smirnoff und Guinness, bringt die – eigenen Angaben zufolge – weltweit erste Spirituosenflasche auf Papierbasis auf den Markt. Der Rohstoff dafür sei vollständig nachhaltig gewonnener Zellstoff und das Produkt komplett recyclebar. Das Marktdebüt feiert die Flasche erstmals Anfang 2021 mit Johnnie Walker.

Für die Entwicklung der neuartigen, kunststofffreien Flasche ist Diageo eine neue Partnerschaft mit dem Venture-Management-Unternehmen Pilot Lite eingegangen, um Pulpex Limited zu gründen – ein Hersteller nachhaltiger Verpackungstechnologie. Um sicherzustellen, dass die Technologie in allen Lebensbereichen eingesetzt werden kann, hat Pulpex Limited ein Partnerkonsortium von weltweit führenden FMCG-Unternehmen in nicht konkurrierenden Kategorien ins Leben gerufen. Dazu gehören auch Unilever und PepsiCo. Weitere Partner sollen demnächst bekanntgegeben werden. Die Partner des Konsortiums gehen davon aus, dass jeder von ihnen im Jahr 2021 seine eigenen Markenpapierflaschen auf den Markt bringen wird, die auf dem Design und der Technologie von Pulpex Limited basieren.

Eine Flasche mit „bahnbrechendem“ Potenzial

Ewan Andrew, Chief Sustainability Officer, Diageo PLC, sagte: „Wir sind stolz darauf, diese Weltneuheit geschaffen zu haben. Wir sind ständig bestrebt, die Grenzen innerhalb der nachhaltigen Verpackung zu erweitern, und diese Flasche hat das Potenzial, wirklich bahnbrechend zu sein.“ Es fühle sich passend an, sie mit Johnnie Walker auf den Markt zu bringen, einer Marke, die in den 200 Jahren ihres Bestehens oft wegweisend in Sachen Innovation war.

Simon Lowden, Chief Sustainability Officer von PepsiCo und Mitglied des Konsortiums, sagte: „Innovative Lösungen und Partnerschaften sind entscheidend, um sinnvolle Fortschritte in Richtung einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Das Pulpex-Konsortium ist gut positioniert, um nachhaltige Verpackungen in großem Maßstab und branchenübergreifend zu liefern, deren Wirkung über das hinausgeht, was jede Organisation allein erreichen könnte.“ Man sei stolz darauf, ein Teil davon zu sein.
(Diageo/KP)

 

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