Ernährungstrends

Bio-Markt in der Coronakrise massiv gewachsen

Der Bio-Fachhandel ist im Corona-Jahr 2020 massiv gewachsen und folgte der Dynamik der Pandemie. Aber auch das Einkaufsverhalten selbst hat sich im Krisenjahr stark gewandelt.

Dienstag, 16.02.2021, 09:16 Uhr, Autor: Thomas Hack
Bio-Produkte im Supermarkt

Wie eine aktuelle Analyse zeigt, hatte der Verlauf der Corona-Pandemie 2020 direkten Einfluss auf den Konsum von Bio-Lebensmitteln. (©Henry Schmitt/stock.adobe.com)

Die Umsätze im Fachhandel für Biolebensmittel sind 2020 stark gewachsen: Der Gesamtumsatz des Facheinzelhandels lag nach Hochrechnung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. 2020 bei 4,37 Milliarden Euro und damit 16,4 Prozent über dem Vorjahr. Laut BNN ist die positive Marktentwicklung geprägt durch ein gesteigertes Bewusstsein der Verbraucher für nachhaltige und gesunde Lebensmittel. Dabei folgte die Entwicklung der Umsätze im Jahresverlauf der Dynamik der Pandemie. In den Lockdown-Phasen im Frühjahr und am Ende des Jahres lagen die Umsätze teils 20 bis 30 Prozent über dem Vorjahr. Der Naturkostgroßhandel hat 2020 um 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt und lag bei einem Umsatz von 2,34 Milliarden Euro.

Verändertes Einkaufsverhalten

Laut aktuellem Öko-Barometer, das jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben wird, haben die „Begleitumstände der Pandemie (…) bei vielen Konsumenten auch dazu geführt, ihre Ernährung und ihr Einkaufsverhalten zu hinterfragen und unter anderem ökologischer zu konsumieren“. Insgesamt hätten die Verbraucher die Zahl der Einkäufe reduziert, um so das persönliche Ansteckungsrisiko zu minimieren, aber dafür deutlich mehr gekauft. So wäre die Zahl der Kaufvorgänge im Gesamtjahr um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig wuchs die durchschnittliche Einkaufsumme pro Bon um ca. 25 Prozent. (ots/TH)

 

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