„Marketing-Dreh“

Sarah Wiener hält nichts von Fleischersatz

Die TV-Köchin kritisiert einschlägige und in letzter Zeit stark gehypte Produkte als zu wenig natürlich, die „Rettung-der-Welt“-Botschaft sei eine reine Marketing-Maßnahme.

Freitag, 05.07.2019, 10:25 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Sarah Wiener

Sarah Wiener kann mit einschlägigen veganen Ersatzprodukten wenig anfangen. (© picture alliance/chromorang)

Fernsehköchin und Neo-EU-Politikerin Sarah Wiener (56) kann mit Fleischersatzprodukten nicht viel anfangen. Diese Nahrungsmittel seien in Fabriken und Labors so stark manipuliert, dass es unmöglich sei, sie selbst zu Hause nachzukochen, sagte Wiener der Deutschen Presse-Agentur im Europaparlament in Straßburg. „Und alles, was ich nicht nachkochen kann, lehne ich ab. Wir entfernen uns damit immer mehr von unserer gesunden Körperintelligenz, die etwas mit Selbstermächtnis zu tun hat.“ Die Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis wie von der US-Firma Beyond Meat seien nur eine angebliche Lösung eines sehr komplexen Problems.

Die Produkte mit dem Marketing-Dreh der „Rettung der Welt“ zu verkaufen, sei gefährlich, warnte Wiener. „Wir sind Teil der Natur und sollten natürlich essen.“ Als Politikerin betrachte sie es als ihre Aufgabe, die Transparenz über Nahrungsmittel und den Tierschutz zu fördern.

Wiener ist, obwohl für die Grünen im EU-Parlament, dafür bekannt, gegenüber den einschlägigen beliebten veganen Ersatzprodukten eine eher kritische Haltung einzunehmen und diese auch zu kommunizieren. Erst vor rund einem halbe Jahr hat sie für einen Shitstorm in der veganen Community gesorgt, als sie Mandel- und Sojamilch als künstliche Industrieprodukte kritisiert hatte. (dpa/CK)

 

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