Viele Früchte und Klassiker

Endlich wieder schlecken: Eistrends 2018

Eine Waffelschüssel mit Eis und vielen frischen Früchten
Eis aus Früchten steht in diesem Jahr besonders hoch im Kurs. (Foto: animaflora/fotolia)
Der lang ersehnte Frühling scheint endlich in Deutschland angekommen zu sein. Am Wochenende gab es als Folge teilweise meterlange Schlangen vor den Eisdielen. Welche Geschmacksrichtungen und Kreationen sind in diesem Jahr besonders begehrt?
Montag, 09.04.2018, 10:15 Uhr, Autor: Markus Jergler

Eis aus Früchten ist nach Angaben der Union der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis) der Trend des Jahres. Das Eis des Jahres  „German Black Forest“ basiert allerdings auf der urdeutschen Köstlichkeit Schwarzwälder Kirschtorte, wie Uniteis-Sprecherin Annalisa Carnio im Interview erklärt.

Wie geht es den Eisdielen angesichts des späten Frühlingsstarts?
Die Stimmung ist gut und voller Hoffnung. Der Frühling kommt erst jetzt, eigentlich sollte er schon vor Ostern da sein, aber Regen und Kälte haben alles ein bisschen nach hinten geschoben. Aber Hoffnung ist da, dass sie das jetzt mit dem Sommer, der Sonne und den höheren Temperaturen richtig nachholen können.

Was sind die Eistrends für 2018?
Wir haben noch nicht so viele Trends. Ich denke, wir schauen auf die Saison 2017 und werden sehen, ob es so auch im Jahr 2018 weitergeht. Wir haben in der Vitrine immer mehr Fruchteissorten, vor zehn Jahren waren diese Eissorten seltener. Meloneneis, Blaubeereis, Pfirsicheis, also nicht nur die klassische Zitrone und Erdbeere. Der Konsument will immer mehr etwas frisches, leichtes und gesundes. Die zweite Tendenz, die wir festgestellt haben, ist, dass die Klassiker sehr beliebt sind – aber die Klassiker in neu, „remade“ nennen wir das. Früher gab es noch Schokoladeneis, heute gibt es Schokolade als Sorbet für die Leute, die eine Laktoseintoleranz haben, weiße Schokolade mit Walnuss, Schokolade mit Espresso, Nougatschokolade oder Ganzzart-Bitterschokolade.

In den USA sind bunt gefärbte Eiswaffeln gerade der große Renner. Kommen diese auch zu uns dieses Jahr?
Nicht unbedingt. Wir stellen fest, dass die Konsumenten am Ende traditionell sind oder konservativer. Es gibt immer mal wieder etwas Neues, das belebt ein bisschen das Geschäft. Aber das Geschäft läuft eigentlich mit Vanille und Schokolade. Man bietet immer etwas neues an, die Eissorte des Jahres oder mal schwarzes Eis, aber letztendlich leben die Eisdielen davon, dass die Konsumenten Stracciatella, Vanille, Erdbeere und Schoko bestellen.

Wie sieht es mit dem Preis für eine Kugel dieses Jahr aus?
Wir haben in diesem Jahr noch nicht über Preise geredet, beziehungsweise sie noch nicht festgelegt. Wir vertreten viele Unternehmer, die unterschiedlich sind und der Preis ist das Ergebnis einer Betriebskalkulation. Dazu kommt auch die Größe. Viele wundern sich, dass die Kugel so teuer geworden ist und je älter die Menschen sind, desto häufiger sagen sie es. Früher war eine Kugel 25 bis 30 Gramm schwer, heute wiegt eine Kugel zwischen 90 und 110 Gramm.

Was war bisher der größte Flop bei den Eissorten?
Ich glaube, wir haben die Initiative „Eissorte des Jahres“ vor 17 Jahren ins Leben gerufen. Und die erste Eissorte war der größte Flop. Das war Kürbiseis. Und das passte gar nicht. Weil im März kann man keinen frischen Kürbis haben, das ist ein Herbstgemüse. Wir haben gedacht, die Leute brauchen immer etwas neues im Geschäft, etwas ungewöhnliches, etwas exotisches. Wir haben im Jahr danach, glaube ich, „Latte macchiato“ gemacht, das war ein Renner. (dpa/MJ)

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