Idee für Neujahrsvorsatz

Food-Trend-Bewegung „Veganuary“

Grafik zu Veganuary 2020
Berechnungen von Oxford-Umweltforscher Joseph Poore zur Auswirkung von Veganuary 2020. (Foto: ©obs/Veganuary)
Wer noch keinen Neujahrsvorsatz hat: Wie wäre es mit dem einmonatigen Verzicht auf tierische Lebensmittel? Genauer gesagt den ganzen Januar. Dazu ermutigen jetzt Hollywood-Stars, Musiker und Sportler mit der globalen Kampagne „Veganuary“.
Montag, 30.12.2019, 15:19 Uhr, Autor: Kristina Presser

Joaquin Phoenix tut es, Mayim Bialik, Kaya Yanar, Ralf Möller und jüngst hat sich auch Musiklegende Paul McCartney angeschlossen: der Food-Trend-Bewegung „Veganuary“. Sie alle und viele weiter Prominente unterstützen die bereits seit 2014 bestehende Kampagne, die jedes Jahr Menschen dazu ermuntert, im Monat Januar eine vegane Ernährung auszuprobieren. Laut Angaben der gemeinnützigen Organisation soll durch die Maßnahme der Klima- und Umweltschutz unterstützt und Tierleid vermieden werden, aber auch die menschliche Gesundheit gefördert werden. Bislang hätten sich nach offiziellen Angaben bereits über 200.000 Menschen dem Projekt für Januar 2020 angeschlossen. Das Ziel seien 350.000 Teilnehmer. Nachdem sich das Projekt, an dem auch Restaurants teilnehmen, zunächst in Großbritannien etabliert hat, findet der Veganuary 2020 nun erstmals auch in Deutschland, den USA, Südafrika und Chile statt.

Welchen Effekt der Erfolg der Kampagne mit 350.000 Teilnehmern hätte, zeigt eine Berechnung des Oxford-Umweltforschers Joseph Poore*. Demzufolge

  • könnten ca. 41.200 Tonnen CO2 eingespart werden (das entspricht mehr als 450.000 Flügen von Berlin nach London),
  • könnten ca. 160 Tonnen PO43 (Eutrophierung) in Gewässern eingespart werden (das entspricht etwa der gleichen Wirkung wie die Vermeidung von 650 Tonnen Klärschlamm in unseren Gewässern),
  • können ca. 2,5 Millionen Liter Wasser eingespart werden (das ist genug Wasser, um ein Olympia-Schwimmbecken zu füllen)
  • und es würden außerdem laut Veganalyser der Vegan Society UK ca. 1 Million Tiere weniger für die Tierproduktion benötigt und vor dem Tod im Schlachthof bewahrt.

Paul McCartney zur Kampagne: „Ich bin seit über 40 Jahren Vegetarier und dabei geblieben, weil ich glaube, dass jede fleischlose Mahlzeit ein Gewinn für die Tiere und den Planeten ist. Deshalb habe ich mit meinen Töchtern Mary und Stella Meat Free Monday ins Leben gerufen und aus dem gleichen Grund unterstütze ich auch Veganuary. Wir alle versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen, warum also nicht anmelden, mitmachen und sehen, wie es dir dabei geht? Es könnte das Beste sein, was du je getan hast.“

* Die Daten beruhen auf Berechnungen von Joseph Poore für Veganuary, Daten aus Poore & Nemecek (2018) Science. Mehr Information unter: http://science.sciencemag.org, Vortrag: www.youtube.com/watch?v=8miQs3mPGu8.

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