Ernährungstrend

NORDSEE testet pflanzliche Fischalternative

Mit den beiden Varianten „Backvisch-Baguette“ bzw. „Visch & Chips“ reagiert das Systemgastro-Unternehmen auf die zunehmende Nachfrage nach plant-based-Lebensmitteln, erklärt NORDSEE CEO Carsten Horn.

Dienstag, 16.02.2021, 15:42 Uhr, Autor: Kristina Presser
„Visch & Chips“ (oben) oder das „Backvisch-Baguette“ (unten) – beides mit pflanzlichen Fischalternativen, gibt es nun in mehreren Test-Filialen in Deutschland und Österreich; NORDSEE-CEO Carsten Horn

„Visch & Chips“ (oben) oder das „Backvisch-Baguette“ (unten) – beides mit pflanzlichen Fischalternativen, gibt es nun in mehreren Test-Filialen in Deutschland und Österreich. Für NORDSEE-CEO Carsten Horn ein klarer Wettbewerbsvorteil. (Fotos: ©NORDSEE; Gert Krautbauer)

Seit Februar 2021 hat NORDSEE in sechs ausgewählten Filialen in München, Berlin, Frankfurt a.M. und Wuppertal sowie weiteren vier in Wien testweise eine pflanzliche Alternative zu Fisch eingeführt. Zukünftig werden die beiden Snack-Klassiker „Backfisch-Baguette“ und „Fish & Chips“ auch in einer schmackhaften „plant-based“ Variante als „Backvisch-Baguette“ bzw. „Visch & Chips“ angeboten. Die beiden Fisch-Alternativen bestehen ausschließlich aus natürlichen Zutaten, ohne Verwendung von Sojabohnen und ohne künstliche Zusatzstoffe. Es werden drei Arten von Grundmassen verarbeitet, die in veränderlichen Teilen aus Proteinen von Reis, Weizen und Hülsenfrüchten bestehen. Das Bremerhavener Unternehmen reagiert damit, eigenen Angaben zufolge, auf den allgemeinen Verbrauchertrend, vermehrt nach Alternativen auf pflanzlicher Basis zu suchen. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Tierwohl und Klimawandel seien hier die entscheidenden Argumente.

Bewusste, fleischlose Ernährung als Trend

Carsten Horn, CEO NORDSEE, erklärt: „Nachhaltigkeit ist uns ein sehr wichtiges Anliegen, das in allen Unternehmensbereichen nach höchsten Maßstäben verfolgt wird. Aktuell lässt sich eine ständig steigende Zahl an Konsumenten beobachten, die sich zunehmend bewusster ernähren wollen und sich Alternativen zu den bisherigen Ernährungsgewohnheiten wünschen. Diesem Trend stellen wir uns. Mit unseren beiden neuen pflanzenbasierten Produkten können wir insbesondere Flexitarier – also Menschen, die den Fleisch- und Fischkonsum vermeiden bzw. reduzieren und auf der Suche nach schmackhaften Produkten sind – eine leckere Alternative bieten und auch neugierige neue Kunden damit ansprechen. Diese Sortimentserweiterung verschafft uns einen klaren Wettbewerbsvorteil.“ Die beiden neuen Produkte wurden gemeinsam mit dem niederländischen Start-up NOVISH entwickelt.

In den genannten Städten (außer Wuppertal) können NORDSEE Fans über den finnischen Lieferdienst Wolt und ab April auch in anderen Städten alternativ über Lieferando die beliebten NORDSEE Produkte bestellen. Carsten Horn: „Wir werden die neuen Produkte ab sofort im Take-away anbieten und – sobald wieder möglich – natürlich auch zum Verzehr in unseren Restaurants. Aber gerade in Zeiten, in denen Menschen von zu Hause aus arbeiten und sich dort auch mehr aufhalten, ist eine Zusammenarbeit mit Lieferdiensten aus unserer Sicht sinnvoll. Wir begrüßen den Schritt zu mehr Wettbewerb und sehen aus unseren Erfahrungen in Österreich, dass durch eine Mehrzahl von Lieferdiensten der Umsatz steigt und sich keinesfalls kannibalisiert.“

Unternehmenshintergrund

Im Oktober 2018 übernahm das Schweizer Unternehmen Kharis Capital die NORDSEE GmbH. Seit der Gründung der QSR Plattform Holding SCA (QSRP) im September 2020 ist NORDSEE Teil dieser Quick-Service-Restaurantplattform unter dem Dach der Kharis Capital. QSRP unterstützt die dazugehörigen Unternehmen in ihrer strategischen Weiterentwicklung, war der Hauptzeichner der ersten Finanzierungsrunde von NOVISH und hält seitdem eine Minderheitsbeteiligung.
(NORDSEE/KP)

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen