Food-Trend

Vegane Weißwurst revolutioniert bayerische Speisekarten

Ein Weißwurstfrühstück ohne Fleisch? Für manch einen ist das traditionelle Schmankerl in der veganen Variante vielleicht undenkbar, Gastgeber sehen darin aber nun eine Chance, noch mehr Gäste mit ihrem Speisenangebot anzusprechen – sogar auf dem Oktoberfest!

Mittwoch, 27.07.2022, 10:46 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Costantino Medde, Wirt und Inhaber des Herr`schafts`zeiten – Das Paulaner im Tal in München und Thomas Isermann, Gründer & CEO Greenforce, hoffen mit ihrem veganen Weißwurstangebot noch mehr Gäste bedienen zu können. (Foto: © Greenforce)

„A geh weida“ – grantlt  freilich der ein oder andere Urbayer, für den das traditionelle Schmankerl, die Weißwurst, absolut unantastbar ist. Die Weißwurst zählt schließlich zu den wohl bekanntesten bayrischen Spezialitäten und genießt zumindest bis zum sogenannten Weißwurstäquator, der scherzhaft die Grenze zwischen Altbayern und dem übrigen Deutschland markiert, einen beinahe heiligen Kultstatus.

„Zurecht“, meint auch Costantino Medde, Wirt & Inhaber  des Herr`schafts`zeiten – Das Paulaner im Tal in München. Die Weißwurst wird hier bis 12 Uhr, traditionell gemeinsam mit süßem Senf, einer Brezn und Weißbier serviert. Nach einem alten Brauch darf sie das Zwölf-Uhr-Läuten nicht hören. Die Weißwurst wurde damals frühmorgens hergestellt und dann roh verkauft. Aufgrund fehlender Kühlmöglichkeiten sollte sie im Anschluss, aber bis spätestens 12 Uhr, verzehrt werden.

Vegan für Fans der bayrischen Küche

Ab sofort gesellt sich nun aber auch eine vegane Variante zum bayerischen Klassiker und lässt die Feinschmeckerherzen all jener höher schlagen, die sich vegetarisch, vegan, bewusst oder einfach a bisserl nachhaltiger ernähren wollen – und zwar vom  Münchner Foodtech Start-up Greenforce. „Wer, wenn nicht wir als bayerisches Unternehmen, sollte sich so einer Herausforderung annehmen?“ stellt Nick Hellenberg, beim Gespräch mit HOGAPAGE rhetorisch in den Raum.

Laut dem Chief Commercial Officer von Greenforce sei es zwar nicht möglich, die absolut perfekte vegane Weißwurst herzustellen, „wir behaupten aber, unsere Variante ist der 1er Golf, den wir durch stetige Rezeptanpassungen in unserem eigenen Foodlabor immer weiter optimieren werden.“

Die vegane Weißwurst punktet mit stolzen 76 Prozent weniger Fett und 62 Prozent weniger Kalorien. (Foto: © Greenforce)

 

Das Alternativprodukt auf Erbsenbasis sieht nicht nur aus wie das tierische Original, sondern kommt auch bei Geschmack und Konsistenz erstaunlich nah an dieses heran. „Bei der Parallelverkostung der herkömmlichen Variante neben der veganen Weißwurst haben uns Geschmack und Optik überzeugt. Wir freuen uns künftig auch vegetarischen und veganen Gästen ein Weißwurstfrühstück anbieten zu können und so alle an einen Tisch zu bekommen“, so Medde.

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