Frisch entkommen

Neuer Kaffee „Knastbohne“ direkt aus der JVA

Betriebsleiter Daniel von Lonski probiert mit einem Löffel handgefilterten Kaffee aus der Rösterei der Justizvollzugsanstalt (JVA) Remscheid. Seit Anfang Mai wird im Gefängnis Kaffee produziert.
Betriebsleiter Daniel von Lonski probiert mit einem Löffel handgefilterten Kaffee aus der Rösterei der Justizvollzugsanstalt Remscheid. Seit Anfang Mai wird im Gefängnis Kaffee produziert. (Foto: © picture alliance/dpa | Oliver Auster)
„Knastbohne“ spaziert legal aus Gefängnis! Nein, das ist keine Headline aus einem Olsen-Banden-Film, sondern passiert derzeit wirklich. In NRW dürfen Häftlinge sich als Kaffeeröster versuchen. Über das Ergebnis freuen sich nicht nur die Insassen und Wärter.
Freitag, 24.05.2024, 09:45 Uhr, Autor: Christine Hintersdorf

Wer liebt nicht den Duft von frischem Kaffee? Sofort kommt ein warmes, heimeliges Gefühl auf. Mit einem heißen Kaffee in der Hand ist die Welt ein schöner Ort. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum in der JVA Remscheid jetzt geröstet wird. Bisher wurden in den Werkstätten von den Häftlingen Weinkisten oder hölzerne Weihnachtsbäume gezimmert. Das roch sicherlich bei weitem nicht so gut. 

Gelungene Investition

Die JVA Remscheid hat als erstes Gefängnis in NRW eine Kaffeerösterei in Betrieb genommen. Bis zu acht Gefangene sortieren, rösten und verpacken das Produkt mit dem Namen Knastbohne. Laut JVA hat man alleine in die beiden Röstmaschinen je 40 000 Euro investiert.

Zwei Jahre Vorlauf habe das Projekt gebraucht, so Betriebsleiter Daniel von Lonski: Von der ersten Anfrage des Justizministeriums, ob das Gefängnis Lust auf das Kaffeerösten hätte bis zur ersten Abfüllung der Knastbohne. Auf dem Etikett der schwarzen Verpackung steht der vielsagende Werbespruch „Mit Sicherheit aus der JVA Remscheid“. Es gibt die Sorten Filterkaffee, Vollautomat und Espresso.  

Nutznießer ist erstmal die Justiz

Seit Anfang Mai wurden laut JVA bereits 300 Kilo Kaffee von den Gefangenen produziert. Er wird zunächst justizintern angeboten: Anderen Gefängnissen, Gerichten oder Staatsanwaltschaften. Zum traditionellen Weihnachtsbasar der JVA sollen die Kaffeebohnen dann erstmals auch normalen Kunden verkauft werden.

Anstaltsleiter Andreas Schüller sagte, er sei megastolz auf das Projekt und das Team dahinter: Das zeigt, was der Vollzug alles kann. 

(dpa/CHHI)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

„Le Burger Lounge“ im SCS Multiplex
Neues Konzept
Neues Konzept

Le Burger denkt die Wiener Kaffeehauskultur neu

Das Familienunternehmen erweitert seinen Standort in der Shopping City Süd (SCS). Neben dem bestehenden Stammlokal soll auf zusätzlichen 150 m² eine stilvolle Lounge entstehen. Mit dem neuen Konzept verfolgt Le Burger das Ziel, die Wiener Kaffeehauskultur im Multiplex wieder aufleben zu lassen.
CosMc's
Testphase
Testphase

McDonald’s schließt größere CosMc’s-Standorte

Seit etwas mehr als einem Jahr testet McDonald’s ein neues Restaurantkonzept in Amerika. CosMc’s soll sich vor allem auf Getränke spezialisieren. Trotz einer positiven Resonanz der Gäste, kündigt der Fast-Food-Gigant nun jedoch an, einige Filialen wieder zu schließen. 
Mytico von Franke Coffee Systems
Kaffegenuss
Anzeige
Kaffegenuss

Mytico – die Antwort auf heutige Gästeerwartungen

Eine neue Ära des Kaffeegenusses bricht an! Die neue Produktlinie Mytico von Franke Coffee Systems definiert das traditionelle Kaffeeerlebnis neu. Indem sie modernes Design mit hoher Funktionalität vereint, schafft sie unvergessliche Kaffeemomente, die Gäste zum Wiederkommen bewegen.
Le Burger eröffnet erste Burgermanufaktur in Hohenems.
Restauranteröffnung
Restauranteröffnung

Le Burger eröffnet in Vorarlberg erste Burgermanufaktur

Le Burger wird am 18. Januar die erste Burgermanufaktur in Hohenems eröffnen. Das Restaurant mit 150 Sitzplätzen bietet seinen Gästen selbstgebackene Buns, frisch faschiertes Fleisch und regionale Zutaten aus seiner Showküche.
Denis Feix beim Anrichten
Neuausrichtung
Neuausrichtung

Sternerestaurant „Marburger Esszimmer“ schließt

Trotz großer Anerkennung durch Gäste, Fachpresse und renommierte Gourmetführer konnte sich das anspruchsvolle Green-Fine-Dining-Konzept des „Marburger Esszimmers“ regional nicht etablieren. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant schließt – eine neue Ausrichtung ist jedoch angestrebt. 
Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch
Saisonalität
Saisonalität

Vier Jahreszeiten, vier Menüs: Restaurant 100/200 Kitchen startet neuen kulinarischen Zyklus

Wenn die Natur den Takt vorgibt: Mit dem Menü „Feld & Flur“ startet das Hamburger Zwei-Sterne-Restaurant 100/200 Kitchen in einen neuen kulinarischen Jahreszyklus. Küchenchef Thomas A. Imbusch setzt dabei auf ein konsequent saisonales Konzept mit vier Menüs im Rhythmus der Natur.
Andreas Caminada
Einigung
Einigung

Kehrtwende: Andreas Caminada bleibt im Grand Resort Bad Ragaz

Es war ein Paukenschlag: Nach zehn Jahren verkündete das Grand Resort Bad Ragaz, dass es sich von Spitzenkoch Andreas Caminada trennen würde. Jetzt konnten sich beide Parteien doch auf ein Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen. 
Alex am Rothenbaum
Rückkehr
Rückkehr

Hamburg hat wieder zwei Alex: Neueröffnung am Rothenbaum

Seit dem 29. Januar 2026 ist das neue „Alex am Rothenbaum“ eröffnet. Nach dem Aus im Alsterpavillon im Oktober 2025 ist das Konzept damit nun wieder mit zwei Gastronomien in der Hansestadt vertreten. 
Junge Menschen schauen in Speisekarte
Kennzeichnungspflicht
Kennzeichnungspflicht

Staatliches Tierhaltungslogo auf 2027 verschoben

Die Einführung des staatlichen Tierhaltungslogos für Fleisch im Supermarkt verzögert sich erneut: Die Pflichtkennzeichnung soll nun 2027 starten – zunächst für Schweinefleisch. Union und SPD wollen das System bis dahin überarbeiten und dann auch auf Restaurants und Kantinen ausweiten.