Seniorenverpflegung

Sieger des Transgourmet-Wettbewerbs 2020 gekürt

Einige Senioren beim Kochen
Rund 50 Beiträge aus ganz Deutschland erreichten die Jury der aktuellen Transgourmet-Wettbewerbsrunde zur Seniorenverpflegung.(© Transgourmet)
Nun stehen die Sieger des diesjährigen Transgourmet-Wettbewerbs „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“ fest.
Donnerstag, 25.06.2020, 13:34 Uhr, Autor: Thomas Hack

Einmal jährlich zeichnet Transgourmet engagierte Einrichtungen für ihre innovativen und aktiv gelebten Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung aus. Die feierliche Preisverleihung war eigentlich im März geplant und musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um die Gewinner dennoch gebührend zu würdigen, hat die Transgourmet-Jury nun im Rahmen einer digitalen Preisverleihung die drei Siegereinrichtungen  im diesjährigen Wettbewerb „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“ bekannt gegeben:

  • Caritas-Altenhilfe gGmbH St. Marienhaus in Konstanz
  • DRK Kreisverband Bitburg Prüm e.V. „Limbourgs Garten“ in Bitburg
  • Wörz + Helbig Gesellschaft für Soziale Einrichtungen mbH in Teutschenthal

Jury begutachtet 50 Einreichungen aus ganz Deutschland

Rund 50 Beiträge aus ganz Deutschland erreichten die Jury der aktuellen Wettbewerbsrunde für 2019/2020. Alle Best-Practice-Beispiele – vom mobilen Frühstücks(-eier)service über das Schaukochen mit Gewürz- und Aromadetektiven bis hin zum Sonntagsbrunch für demente Menschen – zeigen, wie aus der alltäglichen Verpflegung ein bereicherndes positives Erlebnis für die Bewohner werden kann. Die Gewinner im Einzelnen:

Die Caritas-Altenhilfe gGmbH St. Marienhaus in Konstanz

In der Zentralküche der Caritas-Altenhilfe gGmbH St. Marienhaus setzt der Küchenchef auf frische Lebensmittel und Superfood. Daneben kommt häufig eine mobile Küche, die von einem regional ansässigen Schreiner angefertigt wurde, zum Einsatz. Im Haus wird das Essen regelmäßig gemeinsam in Schnippel- und Backgruppen zubereitet – vor allem Rezepte von früher. „Gerade das Schnippeln ist gut für die Motorik älterer Menschen und spricht zudem den Sinn des Fühlens an“, lobt Sophie Carew vom Kompetenzteam Ernährung | Hygiene | Information von Transgourmet, die die Einrichtung vor Ort besucht hat. „In Konstanz wird zudem viel Wert auf hausgemachte Produkte gelegt – von der selbst gekochten Marmelade über passierte Kost bis hin zu Power-Smoothies.“ Für alle dementen Bewohner findet darüber hinaus jeden Sonntag ein Brunch statt.

Der DRK Kreisverband Bitburg Prüm e.V. „Limbourgs Garten“ in Bitburg

Das Mehrgenerationenhaus „Limbourgs Garten“ verbindet jüngere und ältere Menschen unter einem Dach. Mit der „Bitburger Klappschmier“ setzt der DRK Kreisverband Bitburg Prüm e.V. sogar ein intergeneratives Projekt um: Senioren schmieren Butterbrote für Grundschüler und bringen diese einmal in der Woche zur großen Pause in die Schulklassen. In der Zentralküche selbst wird immer regional und saisonal gekocht. Dafür gehen die Bewohner jede Woche gemeinsam einkaufen, ob im Super- oder auf dem Wochenmarkt. „Die Einrichtung versucht damit, alte Menschen und Menschen mit Demenz in das normale Leben und in das Stadtbild zu integrieren. Es zeigt gut: ‚Wir gehören dazu!’“, erläutert Lisa Hochstein, ebenfalls vom Transgourmet-Kompetenzteam. Für nicht-mobile Bewohner wird mit „Genuss-Snoezelen“ außerdem eine weitere kreative Maßnahme regelmäßig umgesetzt: Dies sind genussbezogene Aktivitäten wie zum Beispiel das Erkunden von Kräutern.

Wörz + Helbig Gesellschaft für Soziale Einrichtungen mbH in Teutschenthal

Ob Mitarbeiter oder Bewohner, sie alle teilen im Betreuungszentrum Teutschenthal die Leidenschaft zum Kochen: In Schnippelgruppen in den Wohnküchen oder der Cafeteria sind alle an der Essenzubereitung beteiligt – wie in einer großen Familie. „Die Bewohner erhalten dadurch getreu dem Motto der Einrichtung ‚Willkommen zu Hause’ das Gefühl, gebraucht zu werden, nicht allein zu sein und Mitspracherecht zu haben“, fasst Lisa Hochstein ihre Eindrücke nach dem Besuch der Einrichtung zusammen. Die Speiseplangestaltung wird bestimmt von den Wünschen und dem Lieblingsessen der Bewohner. Auch hier kommt ein mobiler Koch- und Backwagen zum Einsatz – und so ein mobiles Gefährt bringt Geschmack und Geruch durch das ganze Haus und regt damit die Sinne an.

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