High-end-Burger

„The Return of the Noma Burger: the POPL Cheeseburger“

Bald ein Burger mit Michelin-Stern? Der dänische Spitzenkoch René Redzepi, Besitzer des weltberühmten Restaurants Noma, eröffnet einen Burger-Store. Er selbst spricht von „der besten Idee der Welt, oder der schlechtesten“.

Dienstag, 24.11.2020, 10:01 Uhr, Autor: Kristina Presser
Gourmetkoch René Redzepi

Gourmetkoch René Redzepi eröffnet in Kopenhagen ein Burger-Restaurant. (Foto: picture alliance / dpa | Robin Van Lonkhuijsen)

Vielleicht könnte man denken, „Burger-Läden gibt es inzwischen wirklich zu Genüge“. Wenn aber einer der besten Chefs der Welt (und Gewinner der „The Best Chef Awards 2020“) ein Burger-Restaurant eröffnet, lohnt es womöglich doch, noch mal genauer hinzuschauen. In dem Fall ist es der dänische Gourmetkoch René Redzepi, der am 3. Dezember 2020 im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn das POPL aufschließt.

Trotz hochdekorierter Sterneküche ist Redzepi das Burgerbraten nicht neu: Als nach dem ersten Lockdown sein Zwei-Sterne-Restaurant Noma im Frühjahr 2020 wiedereröffnete, gab es statt aufwendig zelebrierter Mehr-Gänge-Menüs Burger und Wein. Zwar äußerten einige Feinschmecker ihre Skepsis ob des temporären Bar-Konzepts, der große Gäste-Andrang sprach jedoch eine deutliche Sprache. Viele Einheimische besuchten zum ersten Mal das weltberühmte Restaurant. Nun soll es das Konzept dauerhaft geben – der Einfluss des Noma ist allerdings auch in Cheese- und Hamburger durchaus herauszuschmecken.

Redzepi selbst sagt zur Eröffnung auf seinem Instagram-Account: „‚Das ist entweder die beste Idee der Welt, oder die schlechteste‘ – das war die Reaktion eines Freundes, als ich ihm erzählte, dass der Noma Burger zurück ist!! Dass wir POPLBurger inmitten einer weltweiten Pandemie eröffnen. ABER, es passiert und wir sind sehr stolz.“

Was die Speisekarte hergibt

Der Blick auf die Speisekarte verrät, dass Regionalität und Qualität oberstes Gebot sind – Fleisch-Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten: Das dänische Bio-Rindfleisch für die Burger bezieht das Restaurant von drei Farmen an der Westküste Dänemarks bei Vadehavet, „wo die Rinder frei umherstreifen und weiden, um die vorhandene Tierwelt zu bereichern und die Gesundheit des Bodens zu fördern“, heißt es auf der POPL-Restaurant-Webseite.

Auch Vegetarier und Veganer werden nicht enttäuscht. Denn die fleischlosen bzw. tierproduktfreien Burger-Varianten sind nicht etwa in letzter Minute entstanden, sondern nach langer, intensiver Rezeptfindungsphase. So durchläuft zum Beispiel die gekochte Quinoa einen zweitägigen Prozess, um zu Fladen weiterverarbeitet zu werden, die im Fermentationslabor von Noma von Hand hergestellt werden.

Und auch sonst findet man im POPL geschmacklich einiges aus dem Noma wieder, schließlich werden viele Lebensmittel und Produkte von Landwirten bis hin zu Gärern, Brauern und Winzern bezogen, die auch das Noma beliefern.

Der Name POPL

Wer sich jetzt noch ein wenig über den Name POPL wundert – hier die Auflösung: Er leitet sich zum einen vom lateinischen Wort „populus“ (übersetzt: Gemeinschaft, das Volk) ab, zum anderen von poplar wood (übersetzt: Pappelholz) – ein Hinweis für den nachhaltigen, umweltfreundlichen Ansatz des Restaurants.

Burger-(und Noma-)Experten aufgepasst: Um die Vorfreude auf den neuen Burger-Store noch ein wenig zu pushen, hat Redzepi ein Video auf seinem Instagram-Account gepostet, in dem er schon mal einen der Cheeseburger sorgfältig schichtet. Auf den Käse streicht er dabei eine „Geheimsauce“ und schreibt dazu: „if you guess what it is, you get the first 10 burgers on opening day for free“ (übersetzt: wer errät, aus was die Sauce besteht, bekommt die ersten 10 Burger am Eröffnungstag umsonst).
(Instagram René Redzepi/Instagram poplburger/POPL/KP)

 

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