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Im Visier: Schutz der eigenen Website

Eine Website ist das Aushängeschild eines Betriebes im Web und oft ein wichtiger Vertriebskanal. Sie steht aber auch im Visier von Cyberkriminellen. Was macht einen guten Basisschutz aus?

Freitag, 03.12.2021, 12:08 Uhr, Autor: Karoline Giokas
Homepage Sicherheit

Lieber mit der eigenen Homepage auf Nummer sicher gehen und diese regelmäßig auf Sicherheitslücken überprüfen. (Foto: © Weissblick/ stock.adobe.com)

Eine eigene Website ist heute schnell erstellt, ganz ohne Programmierkenntnisse. Dadurch können sich Unternehmen ohne großen Aufwand im Web präsentieren. Doch der Online-Auftritt bietet Angriffsfläche für Cyberkriminelle, die Kundendaten stehlen oder Malware verbreiten wollen. Mischa Dlouhy, Leiter des Produktmanagements Shared Webhosting bei Strato nennt einige einfache Maßnahmen, mit denen Betreiber den Schutz ihrer Website verbessern:

1. Zugänge mit sicheren Passwörtern schützen
Website-Betreiber müssen alle Zugänge mit sicheren Passwörtern schützen: vom Kundenbereich des Hosters über die verwendeten Produkte wie Webshop und E-Mail bis hin zu eventuell selbst installierten Anwendungen wie WordPress. Jeder Zugang benötigt ein eigenes Passwort, sonst können Angreifer ein einzelnes bekanntes Passwort als Generalschlüssel für mehrere Zugänge nutzen. Wo es möglich ist, sollten Website-Betreiber eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einsetzen, bei der zum Log-in neben dem Passwort noch ein zweiter Faktor benötigt wird – in der Regel ein per SMS geschickter oder per Smartphone-App generierter Code.

2. Verschlüsselte Verbindungen nutzen
Für die Übertragung personenbezogener oder vertraulicher Informationen sind verschlüsselte Verbindungen Pflicht. Viele Hosting-Pakete bringen das dafür notwendige SSL-Zertifikat bereits mit, es muss dann lediglich der zu verschlüsselnden Domain zugeordnet werden. Die verschlüsselten Verbindungen sind im Browser am Schlosssymbol und dem „https://“ in der Adresszeile zu erkennen. Verbindungen, die nicht über den Browser laufen, etwa Datenübertragungen auf den Webspace via FTP, benötigen einen separaten Schutz.

3. Webanwendungen nur aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen
Das Web hält unzählige schicke und nützliche Webanwendungen bereit, allerdings sollten Website-Betreiber nicht wahllos alles installieren und ausprobieren, was ihnen interessant erscheint. Anhand von Tests und Bewertungen im Web erhalten sie einen guten Eindruck, ob der Anbieter beziehungsweise seine Anwendung vertrauenswürdig ist. Die sicherste Quelle für Anwendungen sind aber die Webhoster, die meist bereits umfangreiche Anwendungspakete bereitstellen.

4. Webanwendungen und Erweiterungen stets aktuell halten
Sicherheitslücken in Webanwendungen sind ein beliebtes Einfallstor für Hacker. Website-Betreiber vermeiden Schäden aufgrund solcher Sicherheitslücken, indem sie verfügbare Updates oder neue Versionen zeitnah einspielen. Das gilt auch für die insbesondere bei WordPress beliebten Plugins, die beim Aktualisieren häufig übersehen werden. In einigen CMS lassen sich auch automatisierte Updates aktivieren.

5. Website auf Sicherheitslücken untersuchen
Um herauszufinden, ob die eigene Website Sicherheitsmängel aufweist oder sogar schon mit Malware infiziert wurde, empfehlen sich regelmäßige Sicherheitsscans. Einige Webhoster stellen dafür Tools bereit, die die Seiten täglich überprüfen und teilweise automatisch Schwachstellen beseitigen und Schadprogramme entfernen. Für manuelle Prüfungen existieren auch allgemein verfügbare Lösungen wie der Malware-Scanner von VirusTotal oder der Sicherheitscheck SIWECOS der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen wurde.

(Strato/KG)

 

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