Kommentar

Land in Sicht?

Die Corona-Krise hat die Gemeinschaftsverpflegung umgekrempelt – wie sieht ihre Zukunft aus? Wie werden Arbeitskonzepte aussehen und womit müssen Caterer jetzt auffahren?

Freitag, 25.06.2021, 13:03 Uhr, Autor: Karoline Giokas
Koch

Die Corona-Krise hat die Gemeinschaftsverpflegung umgekrempelt – wie sieht ihre Zukunft aus? (Foto: © andresr via Getty Images)

Die einen sind wieder vor Ort, die anderen nach wie vor im Homeoffice – noch immer ist nicht überall in den deutschen Büros wieder der Normalzustand eingekehrt. Blickt man jedoch um die Mittagszeit in unsere HOGALOUNGE ist eines ganz klar zu spüren: die Mitarbeiter genießen es, ja sie scheinen sogar förmlich jede Minute in sich aufzusaugen, in der sie nun mit ihren Kollegen wieder außer Haus speisen dürfen. Endlich sind sie vorbei, die isolierten Zeiten verzweifelter Ideensuche nach neuen Rezepten für Selbstgekochtes, die vermutlich in so manchem Haushalt in ein und demselben faden Pasta-Gericht mit Fertigsoße mündeten.

Business-Caterer sind nun geforderter denn je. Nach monatelanger Gängelung durch Öffnungsverbote wird von ihnen Großes erwartet. Längst können sich Caterer nicht mehr auf ein Mengenangebot verlassen, sondern müssen Gäste mit Qualität locken. Diese wollen echtes Handwerk sehen – und vor allem eben auch schmecken! Hinzu kommt der durch Corona beschleunigte Digitale Wandel, vor dem es kein Entkommen mehr gibt.

Die Meinungen darüber, wie sich ihre Zukunft entwickeln wird, halten sich laut meiner Gesprächspartnerin Theresa Geisel von Food & Health die Waage. Während vor allem junge Unternehmen das Thema Homeoffice auch weiterhin offen leben, sind vor allem traditionsbewusste Unternehmen darauf bedacht, ihre Angestellten wieder vor Ort zu wissen. Aktuell neigen Studien wie die von Steelcase, an der über 30.000 Menschen in zehn Ländern teilgenommen haben, zwar dazu, hybride Arbeitsmodelle mit einer Mischung aus Home-Office und Büro für die Zukunft zu prognostizieren – wie uns jedoch die Corona-Pandemie gelehrt hat, kann sich das Blatt von heut auf morgen ganz schnell wieder wenden.

Das heißt für Betriebsverpfleger allerdings vorerst: mehr Konkurrenz als je zuvor. 24/7 Angebote durch Micro Markets, immer professionellere Gastronomie-Konzepte in Supermärkten und eine Bandbreite an Liederdiensten, die ihresgleichen sucht. Flexibilität lautet hier vermutlich das Zauberwort, an dem es sich künftig entlangzuhangeln gilt. Geben Sie nicht auf, seien Sie kreativ!

(KG)

 

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