Kaffeesiederball 2019

“Das Glück liegt im Kaffeehaus“

Der restlos ausverkaufte Kaffeesiederball lockte vor kurzem rund 2600 Gäste an und verwandelte die Wiener Hofburg wieder in das größte Kaffeehaus der Welt.

Freitag, 01.03.2019, 12:07 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Eröffnungspaare beim Kaffeesiederball 2019

Sogar die Fächer des Jungdamen-Komitees waren dem Motto des Abends entsprechend Spielkarten nachempfungen. (© Herwig Prammer)

Das Wiener Kaffeehaus: Wo der Herr Ober mit schwarzem Mascherl jeden Gast mit Namen grüßt, wo die Studenten die Welt verbessern wollen und viele Stammgäste sich zum Backgammon, Schach oder Bridge treffen. Es sind nicht nur der Einspänner oder der doppelte Mokka, die die Wiener Kaffeehauskultur zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe gemacht haben – es sind die Menschen und eben dieser ganz spezielle Kaffeehaus-Flair. “Wir Kaffeesieder leben unsere Passion: Wir sind Gastgeber,“ so Anna Karnitscher, Leiterin des Kaffeesiederballs. „Wenn die Menschen sich in den Kaffeehäusern wohlfühlen, machen wir unsere Arbeit richtig. Insofern freut es mich sehr, dass der Kaffeesiederball so einen regen Zulauf aus dem In- und Ausland erfährt und das zeigt uns einmal mehr: Die gemütliche Stimmung des Kaffeehauses vermischte sich auch heuer mit dem Glanz und der Eleganz der Hofburg – im größten Kaffeehaus der Welt.“

Insgesamt lockte der Ball rund 3.600 nationale und internationale Besucher aus rund 18 Nationen an. „Natürlich freut es mich gerade als Fachgruppenobmann, dass der Ball ein solcher Erfolg ist – zeigt er doch, dass unsere Kaffeehäuser gelebte und geliebte Tradition sind“, so Wolfgang Binder, Obmann der WKW Fachgruppe Wiener Kaffeesieder und Mitglied der Ballleitung.

Wiener Mischung – das Ballprogramm
„Ein so großer Ball mit zahlreichen namhaften und internationalen Künstlern kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten intensiv zusammen wirken“, zeigt sich Christof Cremer, der künstlerische Leiter, zufrieden. „Wir wollten unser Motto ‘Kaffee im Spiel – das Glück liegt im Kaffeehaus’ durch den ganzen Abend spürbar und erlebbar machen. Ich denke, das ist mehr als gelungen.“

Die Vereinigung Wiener Staatsopernballett interpretierte Auszüge aus „Carmina Burana” tänzerisch. Als Solistin brillierte die international gefeierte Primaballerina Maria Yakovleva. Ihr Partner in der Eröffnungschoreographie war der bekannte Solist des Wiener Staatsballetts Mihail Sosnovschi. Durch die Mitternachtseinlage führte die österreichische Mezzo-Sopranistin Angelika Kirchschlager.

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen