Valentinstag & Co.

Gastgewerbe setzt zunehmend auf Special-Events

Rosen auf einem Restauranttisch
Restaurantspecials zum Valentinstag gelten heute schon fast als normal. Aber die Gastwirte überraschen zunehmend mit neuen Ideen. (© madiwaso/stock.adobe.com)
Von Grünkohlwochen bis zum Grubendinner: Die Zahl der Restaurantbetriebe mit neuen Ideen und mehr Abwechslung wächst zunehmend weiter. Der Dehoga begrüßt diese Entwicklung als Ausdruck einer lebendigen Branche.
Donnerstag, 13.02.2020, 09:00 Uhr, Autor: Thomas Hack

Valentinstag ist ein Klassiker. Ein Candlelight-Dinner gehört früher wie heute zur gastronomischen Grundausstattung vieler Restaurants, eine romantische Übernachtung lockt mit Schoko-Erdbeeren auf dem Zimmer oder Rosenblüten auf dem Bett. Doch die Zahl der Betriebe mit neuen Ideen und mehr Abwechslung wächst. Viele Menschen sind heute auf der Suche nach besonderen, einzigartigen Erlebnissen und außergewöhnlichen, einmaligen Erfahrungen, sie suchen das Spannende und Überraschende. Der Event-Tourismus hin zu Kulturereignissen oder großen Sportveranstaltungen erfährt hohen Zuspruch. Auch und gerade die Gastronomie als eine lebendige, dynamische Branche greift diesen Trend auf und entwickelt originelle Konzepte und Events, die über das gute Essen und Trinken in angenehmer Atmosphäre hinausgehen. „Unsere Gäste wünschen sich in Ergänzung zum traditionellen Ausgehen mehr Abwechslung und originelle Ideen, also bekommen sie die. Der Valentinstag mit seinen Angeboten ist da fast ein alter Bekannter. Ähnlich wie Aktionen zu Silvester, zu Karneval oder zum Tanz in den Mai“, weiß Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.

Wenn Events zur Marke werden

Bei der Vielzahl von Freizeit-Angeboten, zwischen denen die Bevölkerung heute wählen kann, erfahren das Neue und Andere besondere Aufmerksamkeit. Aber auch für die Gastronomie gilt: Was früher besonders war, kann heute schon etabliert sein z.B. der Weihnachtsbrunch oder Halloween, was der Beliebtheit keinen Abbruch bereiten muss. „Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass mit Kürbisschnitzen und Gruselpartys flächendeckend Betriebe zu füllen sind?“, fragt Niemeier. „Kontinuität kann auch von Vorteil sein, wenn ein Event zur „Marke“ im Gästekalender geworden ist.“

Menükarussels und Malkurse im Restaurant

Der Fantasie sind bei der Entwicklung neuer Ideen keine Grenzen gesetzt. Weinproben, Krimi- und Grubenlight-Dinner, Malkurse im Restaurant, Popup-Gastronomie oder eine Aktion zur Aufstellung des Weihnachtsbaums findet man genauso wie Menükarussels, Spargel- oder Grünkohlwochen. „Ein Betrieb hat die Herkunft seiner Beschäftigten in der Speisekarte abgebildet und über mehrere Tage hintereinander ein Menü mit Rezepten aus deren Heimatland gekocht. Die Gäste waren begeistert“, weiß Niemeier. „Eine tolle Idee für eine Branche, die vor und hinter Tresen und Rezeption so international ist wie keine andere.“ Der DEHOGA begrüßt die Entwicklung. „Wir sind eine sehr lebendige Branche, die immer in Bewegung ist und sich mit den Wünschen unserer Gäste neu erfindet. Tradition und Moderne, kulinarische Vielfalt, unterschiedliche Betriebstypen. Das macht unsere Gastronomielandschaft zwischen Rhein und Weser äußerst vielfältig und besonders. Nicht nur am Valentinstag“, schließt Bernd Niemeier.

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Koch beim Anrichten eines Gerichts, Servicemitarbeiter im Gespräch mit einem Gast und Rezeptionist am Hotelempfang.
Berufswahl
Berufswahl

Welche Gastro- und Hoteljobs passen zu welchen Stärken?

Kommunikationstalent, Kreativität oder ein gutes Gespür für Zahlen: Das Gastgewerbe bietet unterschiedliche berufliche Wege. Ein Überblick zeigt, wo persönliche Fähigkeiten gefragt sind – vom Restaurantservice bis zur Hotelverwaltung.
Drei Mitarbeiter aus Service, Küche und Hotel besprechen an einem Tablet den Ablauf im Hotelrestaurant.
Berufliche Stärken
Berufliche Stärken

Welche Fähigkeiten in Gastronomie und Hotellerie zählen

Gäste begeistern, Abläufe organisieren, auch bei hohem Tempo den Überblick behalten: Erfolgreiche Gastgeber benötigen mehr als Freundlichkeit. Welche persönlichen Stärken Bewerbern den Einstieg erleichtern, wo Fachwissen gefragt ist, wie sich vorhandene Erfahrungen nutzen lassen.
Drei Kollegen aus Service, Restaurantleitung und Küche besprechen gemeinsam Reservierungen in einem Hotelrestaurant.
Berufliche Perspektiven
Berufliche Perspektiven

Was einen Job im Gastgewerbe besonders macht

Gastfreundschaft lebt von Persönlichkeit, Zusammenhalt und Können. Zwischen Restaurantservice, Hotelbar und Bankett entstehen Begegnungen, sichtbare Erfolgserlebnisse und berufliche Perspektiven. Für Berufseinsteiger, Quereinsteiger und erfahrene Servicekräfte lohnt sich deshalb genaueres Hinsehen.
Die Sieger des Gastro Innovation Award 2025
Innovationswettbewerb
Innovationswettbewerb

Gastro Innovation Award 2027 startet mit zwei Kategorien

Der Gastro Innovation Award 2027 geht in die nächste Runde: Gesucht werden Lösungen für Gastronomie und Hotellerie – erstmals in zwei Kategorien. Bewerbungen sind ab sofort möglich. 
Wintergarten im Kalle Neukölln
Neuordnung
Neuordnung

Kalles Markthalle wird umgebaut

Nachdem die Gastronomen seit Juli 2026 die Halle in Eigenregie weiterführen, beginnen jetzt Umbauarbeiten. Das Ziel: Mehr Atmosphäre und kürzere Wege in Kalles Markthalle und gleichzeitig mehr Besucherfrequenz durch neue Retailangebote.
Vier Mitarbeiter aus Rezeption, Küche, Service und Housekeeping stimmen sich in einem Hotelrestaurant vor der Schicht ab.
Kompetenzen
Kompetenzen

Soft Skills, die in Hotellerie und Gastronomie wirklich zählen

Fachwissen öffnet viele Türen, doch im Berufsalltag entscheiden oft Haltung, Kommunikation und Teamgeist. Welche persönlichen Stärken Bewerber für Service, Küche, Rezeption und Housekeeping mitbringen sollten – und wie sie sich überzeugend zeigen lassen.
Dr. Marcel Klinge
Warnsignal
Warnsignal

15 Prozent mehr Unternehmensschließungen in der Gastwelt

Die Unternehmensschließungen im Gastgewerbe sind 2025 deutlich gestiegen. Für 2026 zeigen sich zwar erste positive Signale – die DZG sieht darin aber noch keine Trendwende und fordert bessere Rahmenbedingungen.
Frau beim bezahlen im Restaurnat
Statistik
Statistik

Gastgewerbeumsatz im ersten Halbjahr 2026: Gastronomie mit stärkeren Einbußen als Hotellerie

Das deutsche Gastgewerbe erzielt im ersten Halbjahr nominal ein Umsatzplus. Preisbereinigt bleibt die Entwicklung jedoch rückläufig – mit stärkeren Einbußen in der Gastronomie als in der Hotellerie.
Essen zum Mitnehmen wird an der Theke überreicht
Regulierung
Regulierung

Neue EU-Verpackungsregeln: Was jetzt gilt

Neue EU-Vorgaben nehmen Lebensmittelverpackungen mit sogenannten PFAS ins Visier. Was die Regeln jetzt für Gastronomen bedeuten – und welche weiteren Änderungen bereits anstehen.