„Chaos in der Fraktionsverwaltung“

Mehrere 10.000 Euro: AfD-Fraktion verprasst Geld für Catering

Auf einem Tablett befindet sich eine große Portion Mett aus dem das Wort AfD geformt wurde. Eine Person beginnt gerade damit das Mett anzuschneiden
Bei der AfD lässt man sich das Catering während der Fraktionssitzungen einiges kosten. (Foto: dpa)
Laut einem Schreiben des Baden-Württemberger Abgeordneten Thomas Seitz, das der BILD-Zeitung vorliegen soll, werden den AfD-Mitgliedern Philip Runge und Hans-Joachim Berg „Chaos und Unfähigkeit“ vorgeworfen. Besonders beim Catering sind die Vorwürfe erschreckend.
Mittwoch, 06.12.2017, 09:02 Uhr, Autor: Markus Jergler

So wird den beiden Politikern vorgeworfen, dass das „Catering während der Fraktionssitzungen“ ein „schwelendes Problem“ darstelle. Bild.de zitiert Thomas Seitz: „Hier sind bereits Rechnungen in der Größenordnung von mehreren 10.000 Euro aufgelaufen, obwohl zumindest unklar ist, ob diese Kosten von der Fraktion getragen werden dürfen.“ Zu den Vorwürfen hätte man von den ehemaligen CDU-Abgeordneten Argumente und Ausreden gehört wie „Bei der CDU wurde das immer so gemacht“. Doch das überzeuge Seitz nicht und werde auch „bei der Überprüfung durch den Bundesrechnungshof“ nicht helfen.

„Chaos in der Fraktionsverwaltung“
Scheinbar beschränkt sich die Inkompetenz beim Geld ausgeben nicht nur auf die Verpflegung im Bundestag. So sei nach BILD-Angaben auch versucht worden, „die Fraktion bei der Anschaffung einer EDV-Ausstattung in der Größenordnung von 250.000 Euro massiv zu betrügen.“ Berg scheine als Fraktionsgeschäftsführer „auf voller Linie zu versagen“.

Auch würden zahlreiche Parteimitgleider seit langem ohne Arbeitsvertrag arbeiten. Scheinbar soll sogar allein Runge einen Arbeitsvertrag haben – und zwar einen recht ordentlichen, nämlich „in der Größenordnung von B6“, was „einem Präsidenten eines Oberlandesgerichts mit bis zu 100 Richterplanstellen“ entspreche. (bild.de/MJ)

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