Interview

„Es war eine tolle Erfahrung!“

Am meisten begeisterte Fabio Toffolon (Zum Äusseren Stand, Bern) mit seinen Kreationen und sicherte sich so den Titel und 10.000 Euro Preisgeld. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten Yann Bosshammer aus dem Opus V in Mannheim und Stephan Haupt aus dem Restaurant Ente in Wiesbaden. (Foto: © Melanie Bauer)
Am meisten begeisterte Fabio Toffolon (Zum Äusseren Stand, Bern) mit seinen Kreationen und sicherte sich so den Titel und 10.000 Euro Preisgeld. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten Yann Bosshammer aus dem Opus V in Mannheim und Stephan Haupt aus dem Restaurant Ente in Wiesbaden. (Foto: © Melanie Bauer)
Am 11. Oktober sicherte sich Fabio Toffolon den Sieg im großen Finale des Live-Wettbewerbs „Koch des Jahres“. Im Interview mit HOGAPAGE spricht er über die Vorbereitungen und gibt künftigen Teilnehmern einen Tipp mit auf den Weg.
Dienstag, 09.11.2021, 14:37 Uhr, Autor: Martina Kalus

Aus über 300 Bewerbern aus der gesamten DACH-Region standen die besten am 11. Oktober im Finale von „Koch des Jahres“ auf der Anuga in Köln und bereiteten live ihre Wettbewerbsmenüs für die Jury zu. Am meisten begeisterte Fabio Toffolon (Zum Äusseren Stand, Bern) mit seinen Kreationen und sicherte sich so den Titel und 10.000 Euro Preisgeld. Im Interview gibt er einen Einblick:

Herr Toffolon, Sie haben am 11. Oktober den Wettbewerb „Koch des Jahres“ gewonnen, herzlichen Glückwunsch! Wie haben Sie sich auf das Finale vorbereitet?

Danke für die Glückwünsche! Wir haben zweimal das volle Programm geübt. Einzelne Sachen wie z. B. das Soufflet im Dessert habe ich sicherlich zehnmal trainiert.

Mit welchen Erwartungen sind Sie an die Sache herangegangen?

Ich hatte die Erwartung, dass ich – wenn alles klappt – auf das Podest komme und mir bereits Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Doch kurz vor dem Finale kamen mir dann doch Zweifel, ob es  gegen die starke Konkurrenz wirklich reicht.

Sie hatten sieben Stunden Zeit, gemeinsam mit ihren Assistenten Drei-Gänge-Menüs für insgesamt fünf Personen zuzubereiten. Für welche Gerichte haben Sie sich entschieden?

In der Vorspeise musste man ein Veganes Gericht mit Hülsenfrüchten und Dattel kreieren. Da haben wir uns für Bohne, Miso und Dattel entschieden. Ein frisches Gericht mit Säure und viel Umami und ein tolles Zusammenspiel von der kräftigen Miso und der süßen Dattel.

Im Hauptgang war die Vorgabe vier Teile vom Kalb, zwei davon Innereien. Deshalb haben wir uns für Kalbsrücken, Kalbsfilet Tatar, Kalbsmilke und ein Kalbsleber Dim Sum mit gebratenen Artischocken, Zwiebelgewächse und Ponzu entschieden. Ein Klassisches Gericht mit Japanischer Untermalung.

Für das Dessert galt: cremiges, eisiges, fruchtiges, gebackenes und warmes. Somit haben wir uns für ein warmes Wasabi-Soufflé, Kokosschaum, Passionsfruchtsorbet, Mango-Passionsfruchtragout und Fingerlimes entschieden. Ein leichtes, fruchtiges Dessert.

Was waren hierbei die Herausforderungen/Schwierigkeiten?

Die größte Herausforderung war sicherlich all diese Gerichte in 15 Minuten hinzubekommen. Und: dass das Soufflé aufgeht und klappt.

Was nehmen Sie für sich aus der Teilnahme an dem Wettbewerb mit?

Es war eine tolle Erfahrung und ich konnte gute Connections aufbauen.

Neben dem Titel gab es auch 10.000 Euro Preisgeld. Haben Sie schon eine Idee, was Sie mit dem Geld machen?

Ein Teil davon geht an meinen Assistenten Fabian Dierauer. Zudem wünscht sich meine Frau einen Urlaub auf den Malediven.

Was können Sie anderen Teilnehmern, die mal in Ihre Fußstapfen treten wollen, mit auf den Weg geben?

Mein Tipp: Nicht zu kompliziert bzw. aufwendig kochen und voll auf den Geschmack gehen!

Vielen Dank für das Gespräch!

PS: Den Bericht über das Finale inklusive Bilder finden Sie hier.

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Gruppenfoto mit Teilnehmern und Sponsoren sowie dem "Koch des Jahres"-Team
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres“ 2026 startet mit emotionalem Kick-off

Der Startschuss ist gefallen: Beim Kick-off in Landsberg am Lech trafen die 16 Halbfinalisten erstmals auf ihre Sponsoren und Kontrahenten. Im Mittelpunkt stand neben dem Kennenlernen vor allem der Austausch – und ein emotionales Wettbewerbsthema.
Dr. Imre Márton Reményi
HOGAPAGE-Interview
HOGAPAGE-Interview

„Führung heißt zuhören“ – Mitarbeiterbindung im Gastgewerbe

Viele Unternehmen investieren Unsummen in Recruiting. Dabei vergessen sie jedoch häufig, ihre Spitzenkräfte zu halten. Die Gründe für innere Kündigungen liegen dabei oft tiefer, als Führungskräfte annehmen. Wie sich Talente langfristig binden und hochmotivierte Teams aufbauen lassen, erklärt Dr. Imre Márton Reményi im Interview mit HOGAPAGE.
Halbfinale 2025 von Koch des Jahres
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres 2026“: Die Kandidaten stehen fest

Pünktlich zur Internorga wird das Geheimnis gelüftet: 16 Talente haben sich für das Halbfinale von „Koch des Jahres“ qualifiziert. Sie kämpfen am 26. April 2026 in der Allianz Arena in München um den Einzug ins Finale.
Philip Gutschke
HOGAPAGE-Interview
HOGAPAGE-Interview

Energiewende im Gastgewerbe: Wie Hotels und Restaurants profitieren können

Steigende Energiekosten und neue Vorgaben setzen Hotels und Restaurants unter Druck. Doch kluge Maßnahmen zur Energieeffizienz bieten Einsparpotenzial und Wettbewerbsvorteile. Im Interview mit HOGAPAGE erklärt Philip Gutschke von der wattline GmbH, wie Betriebe die Energiewende erfolgreich meistern können und sogar davon profitieren. 
Karoline Klezl, Geschäftsführerin Kaffeehäuser, Restaurants und Consulting der Familie Querfeld
HOGAPAGE-Interview
HOGAPAGE-Interview

„Frauenförderung stärkt die Zukunft des Gastgewerbes“

Themen wie Gleichberechtigung und die Vereinbarkeit von Familie und Karriere stellen im Gastgewerbe immer noch zentrale Herausforderungen dar. Zum Weltfrauentag spricht Karoline Klezl, Geschäftsführerin der Kaffeehäuser und Restaurants der Familie Querfeld, mit HOGAPAGE über weibliche Führung, ihre persönlichen Erfahrungen und warum gezielte Frauenförderung für die Branche entscheidend ist.
Carmen Dücker, Geschäftsführerin BWH Hotels Central Europe
HOGAPAGE-Interview
HOGAPAGE-Interview

Frauen in der Hotellerie: „Der Sprung zur General Managerin ist groß“

Im Gespräch mit HOGAPAGE erläutert Carmen Dücker, Geschäftsführerin BWH Hotels Central Europe, warum der Weg ins Top-Management für viele Frauen früh endet und welche strukturellen Veränderungen nötig sind.
Philip Ibrahim und Conny Doß
HOGAPAGE-Interview
HOGAPAGE-Interview

Warum das Moa Berlin künftig ohne Franchise-Logo agieren will

Nach zehn Jahren löst sich das Moa Berlin aus dem Accor-Franchise. Im Interview mit HOGAPAGE erklären Conny Doß, Director Commercial & Strategy, und General Manager Philip Ibrahim die Hintergründe – und welche Strategie hinter der Neupositionierung als hybrider „Urban Hub“ steckt.
Daniel Wallenstein
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres 2026“: Nur noch vier Wochen bis zum Bewerbungsschluss

Der Countdown läuft: Nur noch ein Monat – dann endet die Bewerbungsfrist für den renommierten Wettbewerb. Gesucht werden Newcomer, Young Chefs und aufstrebende Talente der gehobenen Küche, die den Mut haben, ihre persönliche Geschichte auf den Teller zu bringen.
„Koch des Jahres“ 2026
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres“ geht in die 11. Auflage – Bewerbungsphase gestartet

„Koch des Jahres“ gehört zu den bedeutendsten Kulinarikwettbewerben Europas. Über 200 Talente haben bislang teilgenommen. Nachdem im November das große diesjährige Jubiläumsfinale stattgefunden hatte, startet der Live-Wettbewerb jetzt bereits in seine elfte Auflage.