Corona-Folgen

Sarah Wiener insolvent!

Die Gastronomin und Politikerin Sarah Wiener hat überraschend für ihre Restaurants sowie für ihr Catering Insolvenz angemeldet. Eine wunderschöne Danksagung an die gesamte Branche rührt ihre Facebook-Fans…

Donnerstag, 23.07.2020, 12:51 Uhr, Autor: Thomas Hack
Sarah Wiener

Ein Schock für ihre Fans: Sarah Wiener hat über Facebook überraschend ihre Insolvenz verkündet. (©picture alliance / Geisler-Fotopress | Barbara Insinger/Geisler-Fotopress)

Die langjährige Gastronomin Sarah Wiener, die in Österreich auch für die Partei der Grünen tätig ist, hat mit einem Facebook-Post für ein kleines Erdbeben unter ihren Fans gesorgt, indem sie ihre Insolvenz verkündete. Dies ist ihr Schreiben im Wortlaut:

„30 Jahre Gastronomie-Ära zu Ende“

„Corona hat vielen von uns eine Menge abverlangt. So auch einen Teil meiner Firma, meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen… und mir. Gestern mussten wir für unsere Restaurants und das Catering Insolvenz anmelden. Für mich geht damit vorerst meine dreißig Jahre dauernde Catering- und Gastronomie-Ära zu Ende. Besonders bitter ist das für meine Mitarbeiter*innen, die zum Teil weit über 15 Jahre mit mir gekocht und gearbeitet haben. Viele sind Freunde geworden; wir haben zusammen gearbeitet, gelacht, gekocht, Ideen verwirklicht und für eine bessere, nachhaltigere Catering- und Restaurantkultur gekämpft… und wie ich finde: wir waren spitze!! Nein: Ihr ward spitze!!

Danksagung an die gesamte Branche

Ohne euch, liebe Spüler, Kellner*innen, Verkäufer*innen, Buchhalter*innen, Köche und Köchinnen, Logistiker, Organisator*innen, Fahrer*innen, Leiter*innen und natürlich: Geschäftsführer/in… ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Danke, dass ihr so lange und treu und engagiert an meiner Seite ward! Ihr seid Teil meiner Geschichte. Ihr bleibt Teil meiner Geschichte und Teil der Vision, für die ich schon so lange kämpfe. Es ist schmerzhaft, dass Corona nun auch unsere Gastronomie erwischt hat. Hoffen wir, dass viele viele Hotel- und Gastronomiekolleg*innen in ganz Deutschland und Österreich, in ganz Europa und darüber hinaus, durchhalten können und Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir konnten es nicht mehr. Eine Tür schließt sich, eine andere wird aufgehen. Sehen wir die Krise als Chance zu etwas Neuem, vielleicht sogar Besserem?“

 

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