Kreatives Konzept

Wenn Design auf Infektionsschutz trifft

Der Designer Christophe Gernigon hat mit dem Plexiglasschirm „PLEX’EAT“ eine Lösung für die Gastronomie entwickelt. Er wollte nicht, dass sich Gäste wie im Besuchsraum eines Gefängnisses fühlen müssen.  

Freitag, 22.05.2020, 11:26 Uhr, Autor: Kristina Presser
PLEX'EAT

Schutz unter einem Plexiglasschirm – der Entwurf stammt vom französischen Interior-Designer Christophe Gernigon. (Foto: ©Christophe Gernigon Studio)

Unbestritten – Krisen beflügeln die Kreativität. Nicht anders kann man das neueste futuristisch-anmutende Konzept des französischen Interior-Designers Christophe Gernigon für die Gastronomie bezeichnen. Damit Frankreichs Gastronomen möglichst schnell und möglichst risikofrei wieder Gäste bewirten können, schuf Gernigon die Vorrichtung „PLEX’EAT“ – ein hängendes, schützendes XXL-Plexiglasvisier, das es jeder Person ermöglichen soll, sicher zu essen und zu trinken. Dadurch wird social distancing gewahrt, gleichzeitig aber auch ein Besuch mit Freunden im Lokal möglich.

Christophe Gernigon erklärt: „Als ich Vorschläge sah, Plexiglastrennwände auf Restauranttische zu stellen, hatte ich den Eindruck, als befände ich mich in einem Besuchsraum eines Gefängnisses. Ich sagte mir, ich müsse mir ein schöneres, attraktiveres, poetischeres, eleganteres Objekt vorstellen, das eine einzigartige Erfahrung bietet. Auch wenn wir nicht auf unbestimmte Zeit unter einer Glasglocke speisen wollen, so hilft die von mir entworfene PLEX’EAT-Schutzblasen doch, dass Restaurants in völliger Sicherheit schnell öffnen können.“

PLEX'EAT von Designer Christophe Gernigon
PLEX’EAT ist leicht aufzubauen und überall zu befestigen. Kleines Bild: Designer Christophe Gernigon. (Foto: ©Christophe Gernigon Studio)

 

Gerade erst wurde der Prototyp von PLEX’EAT fertiggestellt. In wenigen Tagen soll bereits die weltweite kommerzielle Produktion anlaufen. Und vermutlich werden gerne die einen oder anderen Gastronomen in Frankreich auf die Plexiglasschirme zurückgreifen, denn langsam werden sie ungeduldig. Noch immer sind Cafés, Bars und Restaurants geschlossen, dürfen voraussichtlich erst am 2. Juni wieder öffnen – unter strengen Auflagen, versteht sich.
(Christophe Gernigon Studio/KP)

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen