Wettbewerb

„Koch des Jahres“ 2026 startet mit emotionalem Kick-off

Gruppenfoto mit Teilnehmern und Sponsoren sowie dem „Koch des Jahres“-Team
Die 16 Halbfinalisten von „Koch des Jahres“ trafen beim Kick-off-Event im Rational-Werk in Landsberg am Lech erstmals auf Industriepartner und das Organisationsteam. (Foto: © Melanie Bauer Photodesign)
Der Startschuss ist gefallen: Beim Kick-off in Landsberg am Lech trafen die 16 Halbfinalisten erstmals auf ihre Sponsoren und Kontrahenten. Im Mittelpunkt stand neben dem Kennenlernen vor allem der Austausch – und ein emotionales Wettbewerbsthema.
Mittwoch, 25.03.2026, 14:22 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Der Wettbewerb „Koch des Jahres“ ist in eine neue Runde gestartet. Am 23. März 2026 trafen die 16 Halbfinalisten und ihre Assistenten im Rational-Werk in Landsberg am Lech erstmals auf die „Koch des Jahres“-Industriepartner. 

In kurzen Präsentationen stellten sich beide Seiten vor. Im Fokus stand dabei das Motto des diesjährigen Halbfinales: Kindheitserinnerungen. Ein weiteres zentrales Element war ein Speed-Dating-Format, bei dem Teams und Partner in kurzen Gesprächen Kontakte knüpfen konnten.

„Dieses Format legt das Fundament“, erklärt Christian Kamm, Geschäftsführer der Roika Solutions GmbH. „Hier entstehen die Synergien und Beziehungen, die weit über den Wettbewerbstag hinausreichen.“
 
Geschäftsführerin Nuria Roig ergänzt: „Die Gastfreundschaft von Rational hat den perfekten Rahmen geboten, um diesen Spirit von Anfang an spürbar zu machen.“

Die 16 Kandidaten im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Volodymyr Artamonov (Chef de Partie, Restaurant Moya – by Daniel Wallenstein im Boutique Hotel Die Reichsstadt, Gengenbach) 
  • Simon Bantle (Küchenchef, Restaurant Goldener Engel, Ihringen) 
  • Lukas Baumgartner (Junior Souschef Restaurant Auerhahn im Hotel Auerhahn, Schluchsee) 
  • Tetiana Berezhna(Köchin, Erkelenz) 
  • Olimpia Cario (Küchenchefin und Inhaberin, Wirtshaus zum Herrmannsdorfer Schweinsbräu (Grüner Stern), Glonn) 
  • Semi Hassine (Küchenchef und Inhaber, Restaurant Fachwerk, Hattingen) 
  • Daniel Heidkamp (Junior Souschef, Restaurant Leu im Hotel Clostermannshof, Niederkassel) 
  • Aljoscha Knoblich (Souschef, Restaurant Jellyfish, Hamburg) 
  • Sascha Lein (Küchenchef und Inhaber, Restaurant Loch19, Freudenstadt) 
  • Mario Ludwig (Koch, Waldjungfrau farm-to-fork e.U., Tiefenbach) 
  • Mustafa Mirzaei (Souschef, Restaurant Johanns, Waldkirchen)
  • Mauricio Morán (Souschef, Restaurant Solo Du, Bischofswiesen) 
  • Justus Napp (Koch, Restaurant Marie, Hannover) 
  • Sascha Schwarzer (Küchenchef, Wohlfühlhotel zur Post, Langdorf) 
  • Christopher Stevenson(Küchenchef und Leiter Kochwerkstatt, BASF Gastronomie, Ludwigshafen) 
  • Markus Suntinger(Souschef, Restaurant Fukagawa, Berlin) 

Technische Innovation gegen Fachkräftemangel und steigende Kosten

Im Rahmen von Werksführungen und Workshops erhielten die Teilnehmer Einblicke in moderne Küchentechnik. Dabei wurde deutlich, wie innovative Lösungen den Küchenalltag entlasten können.

„Viele unterschätzen das Potenzial von Geräten wie dem iVario in der Restaurantküche. Aber genau hier liegen die Antworten auf drängende Probleme wie steigende Kosten, Platzmangel und dem massiven Fachkräftemangel“, sagt Christian Thiele, Corporate Chef bei Rational und technischer Juror des Wettbewerbs.

Speed-Dating beim Kick-off zu Koch des Jahres
Austausch im Speed-Dating-Format: Teilnehmer und Industriepartner knüpften beim Kick-off erste Kontakte und legten den Grundstein für die Zusammenarbeit im Wettbewerb. (Foto: © Melanie Bauer Photodesign)

Wenn Kindheitserinnerungen zu kulinarischer Avantgarde werden

Das diesjährige Halbfinale bricht mit den Konventionen klassischer Fine-Dining-Gänge. Stattdessen gilt es für die Köche in zwei Tellern den Spannungsbogen zwischen ihren kulinarischen Wurzeln und der eigenen, modernen Handschrift zu erzählen.

Die Aufgabe: Ein einfaches Gericht, das eine tiefe Kindheitserinnerung widerspiegelt, in einer klassischen „Old School“- und modernen „New School“-Interpretation zu präsentieren. Ein Thema, dass tiefe Emotionen weckt und bewegt, denn es führt jeden Teilnehmer zurück zu dem ersten kulinarischen Erlebnis, an dem alles begann.

Schon beim Kick-Off wurde spürbar, welche Kraft in dieser Aufgabe liegt. „Ich hatte nicht erwartet, dass es heute schon so emotional wird. Aber die Bandbreite und tiefen Emotionen, die das Thema Kindheitserinnerungen gerade bei einem so internationalen Teilnehmerfeld hervorbringen, haben für echte Gänsehautmomente gesorgt“, sagte Christin Heitmeyer (Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH).
 
Auch Fred Burtscher (11er Kartoffelspezialitäten) sieht in dem Thema die ultimative Herausforderung: „Kindheitserinnerungen sind oft der Grund, warum man diesen Beruf überhaupt ergreift. Die Kunst liegt darin, das Einfache auf ein handwerkliches Top-Niveau zu heben, ohne die Seele des Gerichts zu verlieren.“

Netzwerk, Austausch und langfristige Partnerschaften

Für viele Kandidaten ist „Koch des Jahres“ mehr als ein Wettbewerb. Der Austausch und das Netzwerk spielen eine wichtige Rolle für die berufliche Entwicklung.
 
„Als selbstständiger Gastronom brauche ich Partner, auf die ich mich verlassen kann“, sagt Sascha Lein (Inhaber und Küchenchef, Loch19, Freudenstadt). „Die Kontakte, die wir hier knüpfen und das ehrliche und konstruktive Feedback unter Kollegen hat einen enormen Mehrwert für mich und schärft mein persönliches Wachstum, wie man es allein im eigenen Betrieb oft nicht findet.“

Auch für die Partner ist dieser direkte Draht zu den Kandidaten ein wertvolles Gut und der Startschuss für langfristige Geschäftsbeziehungen: „Das Kennenlern-Event ist für uns einzigartig: Man spürt diese besondere Aufregung der Teilnehmer – noch bevor der Stress des Wettbewerbs beginnt. Es ist unsere Chance, die Menschen hinter den Kochstilen persönlich zu treffen und ihnen in dieser euphorischen Stimmung unsere volle Unterstützung zuzusichern,“ betont Donna Frosdick (Churchill).

Küchenparty mit bekannten „Koch des Jahres“-Stars 

Der Tag gipfelte in einem kulinarischen Highlight – der aktuell amtierende Koch des Jahres Daniel Wallenstein (Restaurant Moya – by Daniel Wallenstein im Boutique Hotel Die Reichsstadt, Gengenbach) sowie die ehemaligen „Koch des Jahres“-Teilnehmer Marcel von Winckelmann (Restaurant Marcel von Winckelmann, Passau) und Sonja Denninger (Rauschenberger Eventcatering, München) überraschten die Gäste mit besonderen Gerichten.

Der Startschuss ist gefallen

Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Das Halbfinale findet am 26. April in der Allianz Arena in München statt. Dort entscheidet sich, welche Kandidaten ins Finale einziehen.

(Roika Solutions/SAKL)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Halbfinale 2025 von Koch des Jahres
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres 2026“: Die Kandidaten stehen fest

Pünktlich zur Internorga wird das Geheimnis gelüftet: 16 Talente haben sich für das Halbfinale von „Koch des Jahres“ qualifiziert. Sie kämpfen am 26. April 2026 in der Allianz Arena in München um den Einzug ins Finale.
Daniel Wallenstein
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres 2026“: Nur noch vier Wochen bis zum Bewerbungsschluss

Der Countdown läuft: Nur noch ein Monat – dann endet die Bewerbungsfrist für den renommierten Wettbewerb. Gesucht werden Newcomer, Young Chefs und aufstrebende Talente der gehobenen Küche, die den Mut haben, ihre persönliche Geschichte auf den Teller zu bringen.
„Koch des Jahres“ 2026
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres“ geht in die 11. Auflage – Bewerbungsphase gestartet

„Koch des Jahres“ gehört zu den bedeutendsten Kulinarikwettbewerben Europas. Über 200 Talente haben bislang teilgenommen. Nachdem im November das große diesjährige Jubiläumsfinale stattgefunden hatte, startet der Live-Wettbewerb jetzt bereits in seine elfte Auflage. 
Franz-Josef Unterlechner
Wettbewerb
Wettbewerb

Erstmals gewinnt ein Deutscher den „Chef Balfegó“

Am 27. Oktober 2025 traten elf Ausnahmetalente gegeneinander an, um ihre kreativen und handwerklichen Fähigkeiten bei der Kreation außergewöhnlicher Gerichte auf Basis von Rotem Thunfisch zu messen. Zum ersten Mal setzte sich dabei ein Deutscher gegen Konkurrenten aus ganz Europa durch.
Koch des Jahres
Wettbewerb
Wettbewerb

Koch des Jahres feiert Jubiläumsfinale: Zwei Wettbewerbe an einem Tag

Zehn Auflagen, unzählige Karrieren, ein Ziel: Der Wettbewerb „Koch des Jahres“ feiert am 17. November 2025 in Essen sein großes Jubiläumsfinale. Zum ersten Mal in der Geschichte wird er dabei am selben Tag ausgetragen wie der Wettstreit um den „Patissier des Jahres“.
Gruppenfoto der Köche
Teamgeist
Teamgeist

Koch des Jahres Finalisten erleben Teamevent in den Niederlanden

Teamgeist und Kreativität: Nicht als Konkurrenten, sondern als Kollegen kamen die Finalisten von Koch des Jahres 2025 am 14. Juli in einer Showküche in den Niederlanden zusammen – für ein gemeinsames Erlebnis jenseits des Wettbewerbs.
Koch des Jahres 2025: Finalisten
Wettbewerb
Wettbewerb

Koch des Jahres 2025: Das sind die Finalisten

Historischer Moment bei „Koch des Jahres“: Am 26. Mai kämpften zwölf Spitzenköche um den Einzug ins Finale des Live-Wettbewerbs. Nun steht fest: In der diesjährigen Ausgabe werden so viele Talente wie noch nie gegeneinander antreten. 
Erwin Dillmann und Niklas Reinholz
Wettbewerb
Wettbewerb

„Koch des Jahres“ 2025: Die ersten Finalisten stehen fest

Gänsehaut, Emotionen und beeindruckende Kulinarik: Am 25. fand die erste Chefs Challenge Night von Koch des Jahres statt. Das Publikum wählte dabei zwei Wildcard-Gewinner ins Finale.
Koch des Jahres 2025
Wettbewerb
Wettbewerb

Koch des Jahres 2025: Halbfinale rückt näher

Die Spannung steigt: Am 25. und 26. Mai 2025 wird das Kameha Grand Bonn zum Zentrum der deutschsprachigen Spitzengastronomie. Im Halbfinale von „Koch des Jahres“ 2025 treten die besten Nachwuchstalente im Live-Wettbewerb gegeneinander an.