Gault&Millau Österreich

Max Stiegl ist „Koch des Jahres 2021“

Aufgrund seiner unkonventionellen, risikofreudigen Art zu Kochen hat der Gourmetführer Österreich Max Stiegl zum „Koch des Jahres 2021“ ernannt. Corona-bedingt gab’s statt großer Gala einen kleinen Film.

Donnerstag, 12.11.2020, 11:32 Uhr, Autor: Kristina Presser
Max Stiegl

Spitzenkoch Max Stiegl kochte während des Gourmet-Events „Europas Beste“ auf dem Luxusschiffs MS Europa in Schweineblase gegartes Kaninchen in Currybutter und Kichererbsen. (Foto: ©picture alliance/dpa | Georg Wendt)

Eigentlich sollte im Gut Purbach im Burgenland ein großes Fest stattfinden. Corona hat auch das verhindert. Ein bisschen gefeiert wurde aber bestimmt doch, denn: Max Stiegl ist Gault&Millau Österreich „Koch des Jahres 2021“. Grund für diese Auszeichnung, wie Karl und Martina Hohenlohe, Geschäftsführung Redaktion Gault&Millau, verraten, ist zum einen, dass er – wie sollte es anders sein – sehr gut kochen kann. „Andere Attribute, die uns seit Jahren beeindrucken, sind: Er ist besonders innovativ, sehr unkonventionell und sehr risikobereit“, sagt Martina Hohenlohe. Statt großer Gala gab es einen kleinen Film zur Ernennung.

Max Stiegl sieht mit der Auszeichnung auch seine Philosophie wertgeschätzt, der er sich seit 15 Jahren verpflichtet hat: Das Konzept der Nachhaltigkeit, „alles zu verwerten, sich um das Gesamte zu kümmern, nicht nur die edlen Teile zu verwerten. Ich bin nach wie vor der Meinung, nach der Luxusmethode müsste das Schweinschwanzerl das X-fache vom Filet kosten, weil viel weniger da ist“.

Besonderes Geschenk für den umweltbewussten Koch

Auf die Frage, ob es einen Mentor in seiner kulinarischen Karriere gab, der ihn besonders geprägt hat, antwortet Stiegl: „Küchentechnisch nicht. Ich habe deswegen was Eigenes gemacht, weil ich von dem übersättigt war, was es am Markt schon gab.“

Ein wichtiges Kriterium, das Stiegl zum „Koch des Jahres 2021“ macht, sagt Karl Hohenlohe, ist eben jener Nachhaltigkeitsaspekt, den Stiegls Kochen kennzeichnet. „Naja, früher war es die Vernunft, oder der Hausverstand, heutzutage heißt es Nachhaltigkeit“, meint der Spitzenkoch. Wenn schon ein Tier sterben müsse, damit wir es verspeisen, dann sollte es auch zur Gänze verwertet werden.

Als kleine Überraschung gab es dann von Gault&Millau noch ein E-Auto für den umweltbewussten Koch, das ihm ein Jahr lang zur Verfügung steht. Eine Urkundenübergabe samt Champagner folgte natürlich auch.
(Gault&Millau/KP)

 

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