Corona-Hilfen

Auszahlung der Novemberhilfe beginnt

An Gastronomen und Hoteliers in Bayern wird ab sofort die Novemberhilfe ausgezahlt. Allerdings läuft der Vorgang nicht in allen Bundesländern reibungslos.  

Dienstag, 12.01.2021, 12:01 Uhr, Autor: Kristina Presser
Junge Gastronomin sitzt vor einen geöffneten Laptop und hält Papierdokumente in den Händen

Vielerorts warten Gastronomen auf die Auszahlung der dringend benötigten Novemberhilfen. (Foto: ©pressmaster/stock.adobe.com)

In Bayern beginnt am Dienstag, 12. Januar 2021, die Auszahlung der Novemberhilfe. Das hat das bayerische Wirtschaftsministerium jetzt bekanntgegeben – und auf HOGAPAGE-Nachfrage auch noch einmal bestätig. Bereits am vergangenen Freitag erhielt die in Bayern für die Abwicklung beauftragte IHK für München und Oberbayern die Software von der Bundesregierung. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte: „Etwa 47.000 bayerische Betriebe warten dringend auf die Auszahlung der Novemberhilfe. Mehr als 800 Millionen Euro sind beantragt worden. Bisher sind Abschläge in Höhe von 230 Millionen Euro in den Unternehmen angekommen.“

Damit die Bewilligung und Auszahlung so reibungslos wie möglich vonstattengeht, wurden mehrere hundert Mitarbeiter entsprechend geschult. Gleichzeitig liegt jedoch nicht alles in der Macht des Freistaates, wie der Wirtschaftsminister betonte: „Bayern arbeitet die Coronahilfen engagiert ab, ist aber von technischen Zulieferungen des Bundes abhängig.“ Man hoffe nun, dass die Zahlungen reibungslos erfolgen können. „Anschließend muss der Bund die erforderliche Software für die Dezemberhilfe nun rasch zur Verfügung stellen, damit wir gleich weiterarbeiten können – es folgt auch noch die Oktoberhilfe für einige Regionen Bayerns, die vorzeitig in den Lockdown gegangen sind“, sagte Aiwanger.

Auszahlung verzögert sich in einigen Ländern

So schnell wie in Bayern dürfte aber wohl nicht in allen Bundesländern die Novemberhilfe ausbezahlt werden. Wie unter anderem der Nachrichtensender WELT berichtet, verzögert sich die Auszahlung der Hilfsgelder in einigen Ländern wegen „technischer Probleme“, die der Dienstleister des Bundes noch nicht behoben haben soll. Die Online-Plattform habe auch am vergangenen Montagabend vielerorts nicht funktioniert. Der Auszahlungsstart, der bundesweit für Anfang dieser Woche angesetzt war, verschiebt sich also erneut, unter anderem in Sachsen-Anhalt. Man gehe allerdings davon aus, dass sich der Beginn „nicht signifikant verzögert“, sagte eine Sprecherin nach Angaben von WELT.
(stmwi/WELT/KP)

 

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