Politik & Gastgewerbe

Branche fordert Klarheit über Polizei-Zugriff auf Gästelisten

Die Polizei-Zugriffe auf die Gästelisten von Restaurants sorgen weiter für Zündstoff. Jetzt fordert auch der Dehoga mehr Klarheit von den deutschen Landesregierungen.

Donnerstag, 30.07.2020, 08:25 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Kellner mit einer Gästeliste

Was macht die Polizei tatsächlich mit den eingezogenen Gästelisten von Lokalen? Der Dehoga fordert jetzt Aufklärung. (© master1305/stock.adobe.com)

Nach den erneuten Diskussionen über Polizei-Zugriffe auf Gästelisten in Lokalen fordert der Dehoga nun eine Klarstellung der 16 Landesregierungen, ob und wie die Beamten diese Daten auswerten. „Das ist hochgradig sensibel“, ließ die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges dazu verlauten. Die Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Falle einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell infizierte Personen identifizieren können.

Immer mehr Fälle bekannt

Nach Vorfällen in Hamburg und München, bei denen die Polizei die Gästedaten auch zur Strafverfolgung nutzte, verlangt der Verband eine eindeutige Regelung in den Corona-Verordnungen der Länder. „Da muss dringend für Klarheit gesorgt werden“, sagte Hartges. Bundesweit häufen sich nach seinen Worten Berichte, wonach Polizisten auf die Corona-Gästelisten zugreifen. (dpa/TH)

 

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