Corona-Maßnahmen

Düsseldorfs Wirte wollen gegen Sperrstunde klagen

Immer mehr Gastronomen wehren sich gegen die Entscheidungen der Regierungen, was Sperrstunden anbelangt. Nun wollen Düsseldorfer Wirte vor Gericht ziehen.

Dienstag, 13.10.2020, 13:45 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Gericht

Die Wirte wollen nicht mehr länger hinnehmen, dass die Politik über ihre Köpfe hinweg entscheidet. Jetzt kommen auch Klagen aus Düsseldorf. (© tanasin/stock.adobe.com)

Gegen die angekündigte Sperrstunde in Düsseldorf regt sich aus der Gastronomiebranche Widerstand: Beim Verwaltungsgericht der Landeshauptstadt solle ein Eilantrag gegen die neue Regel eingereicht werden, kündigte der Geschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Nordrhein, Thomas Kolaric, an. „Wir wollen wissen, ob die Sperrstunde aus Sicht eines Richters eine geeignete Maßnahme ist.“ Aus einer Untersuchung des Robert Koch-Institutes von 55 000 Corona-Fällen gehe hervor, dass 1,6 Prozent auf die Gastronomie zurückzuführen seien. „Das halten wir für einen sehr niedrigen Wert“, so Kolaric.

Klage wird von Verband und Wirten unterstützt

Düsseldorf hat vor wenigen Tagen eine Sperrstunde zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr als Maßnahme gegen die Verbreitung des Virus beschlossen. Auch landesweit sollen solche Sperrstunden kommen: In einem neuen Erlass der Landesregierung werden die Kommunen angewiesen, ab dem Neuinfektionswert 50 „Öffnungszeiten gastronomischer Einrichtungen“ zu reduzieren und zeitlich entsprechende Verkaufsverbote für alkoholische Getränke zu verfügen. Ein Wirt werde nun den Eilantrag stellen, der vom Verband und vielen anderen Gastronomen unterstützt werde. (lnw/TH)

 

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