Energiepreise

Gestiegene Energiekosten: Folgen für Schwimmbäder in der Hotellerie

Laut Michael Altewischer dürften nur die wenigsten Gäste Temperaturschwankungen akzeptieren
Bei Temperatursenkungen in der Schwimmbad- und Saunalandschaft sind Gäste vermutlich nicht mehr ganz so entspannt wie hier. Denn laut Michael Altewischer dürften diese nur die wenigsten Gäste akzeptieren. (Foto: © NDABCREATIVITY/stock.adobe.com)
Die Kosten für Energie sind gestiegen. Das bedeutet erhebliche Mehrkosten für Wellness-Hotels mit Schwimmbad, Spa und Saunaanlagen.
Freitag, 22.04.2022, 11:05 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die deutlich gestiegenen Energiepreise könnten für viele Hoteliers nun zum Problem werden. Vor allem Wellness-Hotels mit Schwimmbad, Spa und Saunaanlagen müssten sich auf erhebliche Mehrkosten einstellen, sagte Michael Altewischer, Wellness-Experte im Hotelverband Deutschland (IHA), der Deutschen Presse-Agentur. Die Kosten für energieintensive Angebote wie Sauna und Schwimmbad ließen sich kaum verringern.

Deutliche Preissteigerungen zu erwarten

Temperatursenkungen in der Schwimmbad- und Saunalandschaft oder reduzierte Öffnungszeiten für die Spa-Abteilung dürften laut Michael Altewischer nur die wenigsten Gäste im Vier- und Fünf-Sterne-Segment bereit sein, zu akzeptieren. „Viele der Hoteliers haben Einjahres- oder Zweijahresverträge mit ihren Energie-Lieferanten“, sagt der Experte, der IHA-Beiratsmitglied und Geschäftsführer der Wellness-Hotels & Resorts GmbH in Düsseldorf ist. Wenn diese auslaufen, seien deutliche Preissteigerungen zu erwarten. Daher rechnet Michael Altewischer damit, dass Wellness-Hotels in der Regel nicht darum herumkommen, die höheren Kosten an die Kunden weiterzugeben.

Nach Angaben von Lars Schwarz, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, versucht die Branche bereits seit Jahren, Energie einzusparen. Dies versucht man nach Möglichkeit so umzusetzen, dass die Gäste davon nichts mitbekommen. Beispielhaft nannte er vernetzte Thermostate, die sich herunterregeln, sobald der Gast das Zimmer verlässt.

(dpa/SAKL)

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