Politik

Gutscheine für Deutschland-Urlaub stoßen auf Ablehnung

Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen, spricht sich gegen den Vorschlag seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder aus, Urlaub im eigenen Land finanziell zu fördern. „Wir sind nicht bei den Verschenkern.“

Freitag, 22.05.2020, 10:03 Uhr, Autor: Kristina Presser
Michael Kretschmer

Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen, ist gegen Gutscheine für Heimat-Urlauber. (Foto: ©picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist gegen den Vorschlag aus Bayern, in der Corona-Krise Gutscheine für Urlaub in Deutschland auszugeben. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe gab er an: „Die Situation ist so ernsthaft und sensibel, dass wir uns auf die absolut notwendigen Dinge konzentrieren sollten.“ Urlaubsgutscheine würden nicht dazugehören.

Seine Reaktion geht zurück auf eine Idee der CSU, angesichts der Corona-Pandemie dieses Jahr Urlaub im eigenen Land finanziell zu fördern (HOGAPAGE berichtete). Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte jüngst, mit moneteren Anreizen in den Sommermonaten könnte man „ein Stück Entlastung für die Branche, aber auch Freude für die Menschen bringen.“ Denkbar seien Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit.

Kretschmer: „Ich bin dafür, die Gastronomie zu stärken: Reduzierte Mehrwertsteuer nicht nur ein Jahr – und auch für Getränke.“ Aber man sei nicht bei den Verschenkern. „Wir arbeiten mit dem Geld der Steuerzahler und müssen die Schulden wieder zurückzahlen.“ Das Bundeskabinett hatte zur Stärkung der Gastronomie beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent zu reduzieren.
(dpa/KP)

 

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