ifo Institut

Kurzarbeit im Gastgewerbe gesunken

Freundlicher Kellner mit Mund-Nasen-Maske bedient eine Frau im Restaurant
Im Gastgewerbe hat sich die Zahl der Kurzarbeiter mehr als halbiert. (Foto: ©Drazen/stock.adobe.com)
Das ifo Institut hat einen Rückgang der Zahl der Kurzarbeiter festgestellt. Demnach hat sich die Zahl im Gastgewerbe mehr als halbiert.
Freitag, 06.05.2022, 10:16 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Angaben des ifo Institut im April kräftig gesunken. 426.000 Menschen waren auf Kurzarbeit, nach 696.000* im März. Das sind noch 1,3 Prozent der Beschäftigten, nach 2,1 Prozent*, schätzt das ifo Institut aufgrund seiner Umfragen und  Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Die deutlichsten Rückgänge gab es erneut in den kontaktintensiven Branchen, die sich weiter von Corona erholen“, sagt ifo-Experte Stefan Sauer. „Im Gastgewerbe hat sich die Zahl mehr als halbiert. Auch in der Verkehrsbranche gab es einen erheblichen Rückgang. Und sogar in der Industrie nahmen die Zahlen ab, trotz der Lieferengpässe.“

Im Gastgewerbe mehr als halbiert

Im Gastgewerbe sank die Zahl von 196.000* auf 90.000, also von 18,4* auf 8,5 Prozent der Beschäftigten. Im Einzelhandel ließ die Kurzarbeit ebenfalls nach: von 44.000* auf 35.000, also von 1,8* auf 1,4 Prozent. Die Industrie verringerte die Zahl ihrer Kurzarbeiter von 179.000* auf 135.000 (1,9 Prozent). In der Autoindustrie sank die Zahl von 59.000* auf 41.000 (4,4 Prozent).

Vor Corona hatte die Zahl der Kurzarbeiter im Februar 2020 bei 134.000 gelegen, im März 2020 war sie sie auf 2,6 Millionen gesprungen und im April 2020 hatte sie den Rekordwert von 6 Millionen erreicht. Der vorherige Höchstwert während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise lag im Frühjahr 2009 bei 1,5 Millionen Kurzarbeitern.

* Saisonbereinigte Zahl

(ifo Institut/SAKL)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Porträt von Bärbel Bas
Auswirkungen auf Gastgewerbe
Auswirkungen auf Gastgewerbe

Längere Kurzarbeit soll Arbeitsmarkt stabilisieren

Die Bundesregierung plant, das Kurzarbeitergeld erneut auf bis zu 24 Monate zu verlängern. Auch Hotels und Gastronomiebetriebe könnten dadurch mehr Planungssicherheit und Stabilität gewinnen.
Freundlicher Kellner mit Mund-Nasen-Maske bedient eine Frau im Restaurant
Bilanz
Bilanz

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen im Plus

Das Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern erlebte im Zuge der Corona-Pandemie einen personellen Aderlass. Doch über alle Branchen hinweg blieb die Beschäftigungslage weitgehend stabil. Auch dank Kurzarbeit.
Hubertus Heil
Corona-Maßnahmen
Corona-Maßnahmen

Regierung verlängert Kurzarbeit

CDU und SPD haben sich darauf geeinigt, das Kurzarbeitergeld bis 31. Dezember 2021 zu verlängern. Auch eine Aufstockung der Gelder wird es geben.
Servicekraft im Gastgewerbe mit Klemmbrett bei der Einsatz- und Schichtplanung in einem Hotel oder Restaurant.
Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik

Teilzeit im Gastgewerbe: CDU-Vorstoß entfacht Debatte

Arbeitszeitmodelle stehen bundesweit auf dem Prüfstand. Was die Entwicklung für Recruiting, Einsatzplanung und rechtliche Rahmenbedingungen in Hotellerie und Gastronomie bedeutet.
Zwei Mitarbeiter in einem Café prüfen gemeinsam auf einem Laptop Abläufe und Kennzahlen im Arbeitsbereich hinter dem Tresen.
HR-Praxis
HR-Praxis

Mitarbeitertypen im Gastgewerbe: Strategien für starke Führung

Vom gestressten Leistungsträger bis zum ambitionierten Nachwuchsmanager: Unterschiedliche Profile prägen Teams in Hotellerie und Gastronomie. Wer ihre Bedürfnisse kennt, stärkt Bindung, Leistung und Arbeitgeberattraktivität gezielt.
Jens Spahn
Gebäudeenergiegesetz
Gebäudeenergiegesetz

Heizungsgesetz 2026: Was die Reform für Hotellerie und Gastronomie bedeutet

Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt – aber nur mit mehr grünem Brennstoff. Was bedeutet die Reform des Heizungsgesetzes für Hotels und Gastronomiebetriebe? Ein Überblick über Kostenrisiken, Förderchancen und die strategischen Folgen für Investitionen.
Kellnerin bringt Kuchen an den Tisch
Arbeitsmarktzugang
Arbeitsmarktzugang

Asylbewerber sollen schneller arbeiten dürfen

Asylbewerber sollen künftig bereits nach drei Monaten arbeiten dürfen – auch wenn ihr Asylverfahren noch läuft. Für das personalintensive Gastgewerbe könnte die geplante Neuregelung zusätzliche Chancen im Kampf gegen den anhaltenden Personalmangel eröffnen.
Rezeptionistin in einem Hotel telefoniert an der Rezeption und organisiert den laufenden Betrieb
Einsatzplanung
Einsatzplanung

Personalausfall im Gastgewerbe erfolgreich managen

Unvorhergesehene Engpässe gehören in Gastronomie und Hotellerie zum Alltag. Betriebe, die auf strukturierte Planung, flexible Modelle und klare Kommunikation setzen, bleiben auch unter Druck handlungsfähig.
Zwei Kellner bringen Speisen
Statistik
Statistik

Zahl der Mitarbeiter im hessischen Gastgewerbe steigt

Im hessischen Gastgewerbe arbeiten wieder mehr Menschen: Vor allem in der Gastronomie geht die Zahl der Beschäftigten nach oben. Wie sieht es dort mit dem Umsatz aus?