Steigende Corona-Zahlen

Neue Verschärfungen für die Gastronomie

Ab Montag null Uhr gilt in Österreichs Gastronomie u.a. die Pflicht zu einem Mund-Nasenschutz auch wieder für Gäste. Die Senkung der MWSt für Gastronomie und Hotellerie wird bis 2021 verlängert.

Donnerstag, 17.09.2020, 14:31 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
weiblicher Gast und Kellner in einem Caféhaus

Neben Mitarbeitern müssen in Österreich ab Montag auch Gäste wieder in Gastronomie-Innenräumen Masken tragen, solange sie nicht am Tisch sitzen. (© Österreich Werbung/1000things)

Die in Österreich steigenden Coronazahlen sorgen nun auch für Verschärfungen innerhalb der Gastronomie. Die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gilt für Gastro-Mitarbeiter mit Kundenkontakt ja schon seit kurzem wieder. Ab Montag null Uhr gilt diese Pflicht auch – wie schon im Frühjahr – auch wieder für Gäste innerhalb geschlossener Räume, also etwa beim Gehen zum und vom Tisch. Beim Sitzen am Tisch, bei der Konsumation gilt die Maskenpflicht nicht. Weiters dürfen Speisen und Getränke nur mehr im Sitzen eingenommen werden und an den Tischen gilt eine maximale Anzahl von zehn Gästen pro Tisch. Diese Maßnahmen hat Bundeskanzler Sebastian Kurz aktuell vorgestellt.

Außerdem werden private Feiern in geschlossenen Räumen ebenfalls auf maximal zehn Personen begrenzt (ausgenommen Begräbnisse). Damit soll der bisherige Graubereich mancher Partys in Clubs, die offiziell als „privat“ deklariert waren, ausgemerzt werden.

Gleichzeitig hat Kurz auch angekündigt, die für heuer beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie und Hotellerie auch für 2021 zu verlängern, um den von Corona besonders betroffenen Branchen unter die Arme zu greifen.

Appell an alle Gastrobetriebe, sich an die Regeln zu halten

„Wir wissen, dass es Maßnahmen braucht, um die aktuell steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen und sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Genauso wichtig ist es aber, die Gastronomie-Betriebe zu stützen und Einnahmeausfälle zu kompensieren, die durch die verschärften Maßnahmen zu erwarten sind. Die angekündigte Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung um ein Jahr ist hier eine gute Nachricht und ein Lichtblick in einer fordernden Zeit“, erklärte Gastronomie-Obmann Mario Pulker zu den verkündeten Maßnahmen. Kritik übt Pulker allerdings an jenen einzelnen Gastronomiebetrieben, die sich nicht an die Vorgaben gehalten haben: „Nun kommt die gesamte Branche wegen einiger weniger, die unfair agieren, zum Handkuss. Ich appelliere eindringlich an alle Betriebe, sich an die Regeln zu halten und so dazu beizutragen, die Infektionszahlen wieder zu senken.“

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen