Mehr Normalität

Sachsen-Anhalt lockert Corona-Regeln

Das Bundesland hat hinsichtlich der Corona-Pandemie erneut seine Eindämmungsverordnung aktualisiert. Davon profitieren vor allem Gastronomen, Eventveranstalter und Diskothekenbetreiber.

Dienstag, 15.09.2020, 15:46 Uhr, Autor: Kristina Presser
Freunde im Restaurant stoßen mit Wein an

Bis zu zehn Leute können ab November in Sachsen-Anhalt an einem Tisch im Restaurant sitzen. (Foto: ©Mirko/stock.adobe.com)

Sachsen-Anhalt lockert aufgrund der vergleichsweise geringer Infektionszahlen weiter die Corona-Regelungen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Vom 1. November 2020 an können Clubs und Diskotheken wieder öffnen. Sie dürfen nicht mehr als 60 Prozent der maximal zugelassenen Besucherzahl einlassen. Es müssten Anwesenheitslisten geführt und Mindestabstände beachtet werden. Weihnachtsmärkte mit Hygienekonzept könnten aus aktueller Sicht stattfinden.
  • Mit Blick auf die kalte Jahreszeit werden der Gastronomie zusätzliche Möglichkeiten eingeräumt: Es dürfe der Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden, wenn es eine Plexiglaswand oder ähnliches zur Abtrennung gebe. Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen sollen dafür sorgen, dass sich im Innen- und Außenbereich nicht mehr als Zehner-Gruppen bilden. Wichtig sei, dass Kontakte nachvollziehbar bleiben.
  • Events: Auch größere Feiern in Räumen, die fachkundig organisiert sind, dürfen künftig größer ausfallen. Bislang können dazu höchstens 500 Menschen zusammenkommen, vom 1. November dürften es 1000 sein.

Wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-​Benne sagte, würden die Kontaktlistenin Restaurants künftig entfallen. Bei Veranstaltungen und Feiern mit mehr als 50 Personen und in Diskotheken müssen sie weitergeführt werden, um Kontaktpersonen und mögliche Infektionswege nachvollziehen zu können.

Die Konstante bei allen Veränderungen ist laut Grimm-Benne die „AHA“-Regel. Sie steht für „Abstand wahren“, „auf Hygiene achten“ und „Alltagsmaske tragen“, wenn Abstand nicht möglich sei. Grundsätzlich sollten Ansammlungen von mehr als zehn Personen vermieden werden.

Grimm-Benne appellierte gemeinsam mit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wiederholt an die Eigenverantwortung der Bürger. Sie hoben hervor, dass Neuinfektionen vor allem von Auslandsaufenthalten herrührten. Sie betonten, dass sie etwa Klassenreisen oder auch andere organisierte Reisen ins Ausland kritisch sehen.
(dpa/sa/KP)

 

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