Kennzeichnungspflicht

Staatliches Tierhaltungslogo auf 2027 verschoben

Junge Menschen schauen in Speisekarte
Der Start für das staatliche Tierhaltungslogo wurde erneut verschoben. (Foto: © sofiko14/stock.adobe.com)
Die Einführung des staatlichen Tierhaltungslogos für Fleisch im Supermarkt verzögert sich erneut: Die Pflichtkennzeichnung soll nun 2027 starten – zunächst für Schweinefleisch. Union und SPD wollen das System bis dahin überarbeiten und dann auch auf Restaurants und Kantinen ausweiten.
Freitag, 30.01.2026, 13:55 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die Einführung des lange geplanten staatlichen Tierhaltungslogos für Fleisch im Supermarkt wird auf nächstes Jahr verschoben. Der Bundesrat ließ ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren, das den Start der Pflichtkennzeichnung zunächst für Schweinefleisch auf 1. Januar 2027 festlegt. Vorgesehen war dies nach einer ersten Verschiebung zuletzt zum 1. März 2026.

Union und SPD wollen jetzt noch Nachbesserungen an dem System vornehmen und es Mitte 2027 dann auch gleich auf Restaurants und Kantinen ausweiten. Nach mehreren gescheiterten Anläufen war die Kennzeichnung für inländische Erzeugnisse 2023 von der Ampel-Koalition per Gesetz beschlossen worden. Sie soll Kunden beim Fleischkauf mehr Klarheit über die Bedingungen in den Ställen bringen. Hintergrund der Verschiebung waren auch Bitten der Bundesländer.

Kennzeichnung mit fünf Kategorien

Das System hat fünf Kategorien von der Stufe „Stall“ mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zu „Bio“.

Bereits seit 2019 gibt es eine freiwillige eigene Kennzeichnung der Supermarktketten. Sie hat inzwischen die gleichen Stufen und umfasst schon Fleisch von Schweinen, Rindern und Geflügel.

(dpa/SAKL)

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