Tourismus

Dehoga Bayern und VDS kooperieren

Der Dehoga Bayern und der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V. (VDS) ziehen an einem Strang: Gemeinsam wollen die beiden Verbände den Tourismus in Bayern nachhaltig stärken.

Montag, 07.03.2022, 16:07 Uhr, Autor: Karoline Giokas
Präsidium DEHOGA Bayern und Vostand VDS

Präsidium DEHOGA und Vorsitzende Gastronomie und Hotellerie und Vorstand VDS, A. Inselkammer (3. von links) und M. Stauch (4. von rechts) (Foto © DEHOGA Bayern)

Um den bayerischen Tourismus zu stärken, werden der Dehoga Bayern und der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V. (VDS) bei der Verfolgung ihrer branchenpolitischen Forderungen künftig konsequent zusammenarbeiten, so das Ergebnis einer gemeinsamen Tagung des VDS-Vorstandes und des Präsidiums des Dehoga Bayern am Spitzingsee.

„Gerade die vergangenen zwei Jahre, in denen insbesondere die Tourismusbranche durch die Pandemie mit völlig neuen und zum Teil nicht vorhersehbaren Herausforderungen zu kämpfen hatte, haben uns gezeigt, wie wichtig Allianzen und Bündnisse sind“, so VDS-Vorstandsvorsitzender Matthias Stauch. „Wir Tourismusdienstleister hatten und haben mit sehr ähnlichen Problemen zu kämpfen. Hier ist der gegenseitige Austausch und bei Bedarf der Schulterschluss äußerst wertvoll. Mit vereinten Kräften können wir mehr erreichen.“

Gegenseitige Synergien

Dehoga Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer: „Das Gastgewerbe als Hauptleistungsträger des Tourismus und die Seilbahnen eint vieles. Neben der Bedeutung von Seilbahnen als wichtiger Attraktionsfaktor einer touristischen Region zeichnet viele Seilbahnbetriebe auch aus, dass sie selbst Gastronomie betreiben. Nur Hand in Hand können wir erfolgreich sein.“

Inselkammer und Stauch sind sich einig. Es sollen Anstrengungen in Bezug auf Mitarbeitergewinnung und -bindung unternommen werden. In diesem Zusammenhang sprechen sich Dehoga Bayern und VDS für die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes aus. Stauch: „Wir müssen für Mitarbeitende unter anderem durch flexible Arbeitszeitmodelle wieder mehr Attraktivität schaffen. Die Arbeit muss dann erledigt werden können, wenn sie anfällt.“

Daneben sei die dauerhafte Entfristung der Mehrwertsteuerreduzierung auf Speisen unter Einbezug der Getränke für den Erhalt des bayerischen Gastgewerbes wesentlich, „ein intaktes Gastgewerbe ist die Grundvoraussetzung für den Tourismus“, so Inselkammer.

Gegenseitige Synergien

Auch für Nachhaltigkeit wollen sich beide einsetzen. Inselkammer hierzu: „Das Gastgewerbe lebt in einem ganz besonderen Maße von einer intakten Umwelt. Die Natur ist unser höchstes Gut. Sie schafft Raum für Bayerns unvergleichliche Atmosphäre. Zudem sind unsere Betriebe wichtige soziokulturelle Instanzen an ihren Standorten, zugleich sind sie der regionale Wirtschaftsfaktor in vielen ländlichen Regionen.“

Stauch ergänzt: „Wir leben von, mit und in unserer großartigen Kulturlandschaft, so dass es für uns selbstverständlich ist, mit dieser sorgsam umzugehen und sie zu bewahren. Nachhaltigkeit hat für uns nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen sozialen und ökonomischen Aspekt: 1 Arbeitsplatz bei der Seilbahn schafft und sichert 5 Arbeitsplätze in der Region.“

(Dehoga/CSL)

Weitere Themen