Dehoga zur Tourismusstrategie: „Die Richtung stimmt – jetzt zählt das Tempo“
„In wenigen Monaten ist dem Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus Dr. Christoph Ploß gelungen, was in der vorherigen Bundesregierung zuletzt Jahre gedauert hat“, sagt Guido Zöllick, Präsident des Dehoga Bundesverbandes. Die Fertigstellung der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung mit konkreten Zielen binnen kurzer Zeit ließe hoffen, dass jetzt zügig ihre Umsetzung erfolgt.
Aus Sicht des Gastgewerbes setze die Strategie wichtige Impulse für mehr Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere durch konsequenten Bürokratieabbau, spürbare Entlastungen sowie mehr Flexibilität für die Branche. Die Strategie betone die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Tourismus und insbesondere des Gastgewerbes.
Auch der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern begrüßt daher die vom Bundeskabinett beschlossene Nationale Tourismusstrategie: „Dass die Bundesregierung eine Nationale Tourismusstrategie mit konkreten Zielen auf den Weg bringt, ist ein starkes Signal – insbesondere für Bayern als Deutschlands Tourismusland Nummer 1“, betont "Dehoga Bayern"-Präsidentin Angela Inselkammer. Entscheidend sei jetzt, dass aus den richtigen Überschriften schnell wirksame Maßnahmen würden. „Unsere Betriebe brauchen Entlastung, Planungssicherheit und praxistaugliche Regeln – nicht irgendwann, sondern jetzt“, betont Inselkammer. „Hier wissen wir glücklicherweise die Bayerische Staatsregierung an unserer Seite, die sich der Bedeutung des Gastgewerbes als starkes Tourismusland bewusst ist.“
Besonders positiv bewertet der Dehoga die angestrebten Maßnahmen zum Bürokratieabbau: weniger Berichtspflichten, straffere Verfahren, Praxischecks sowie das klare Bekenntnis, keine Übererfüllung von EU-Vorgaben. Das entspreche dem dringenden Entlastungsbedarf in Hotellerie und Gastronomie, ebenso wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und die Senkung der Körperschaftsteuer..
Auch die vorgeschlagene Reform des Arbeitszeitgesetzes sei ein zentraler Schritt für die Branche. „Die Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ist wesentlich für eine Branche, die mit Menschen für Menschen arbeitet“, erklärt „Dehoga Bayern“-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert. „Gerade bei starken Nachfragespitzen brauchen Betriebe und Beschäftigte mehr Flexibilität – bei verlässlichem Arbeitsschutz. Viele Arbeitnehmer in unserer Branche wollen diese Flexibilität als Pendant zum Homeoffice in anderen Branchen. Wenn die Bundesregierung hier liefert, stärkt das unmittelbar die Leistungsfähigkeit der Unternehmen.“
Darüber hinaus setzt die Strategie aus Sicht des Dehoga und des Dehoga Bayern wichtige Akzente bei der Fachkräftegewinnung – unter anderem durch schnellere Verfahren, Arbeitsanreize und eine zentralisierte „Work-and-Stay-Agentur“. In diesem Zusammenhang betont Inselkammer: „Ohne ausreichend Mitarbeiter kann Tourismus nicht wachsen. Darum müssen Verfahren schneller, digitaler und verlässlicher werden – und Deutschland insgesamt attraktiver als Arbeits- und Lebensstandort.“
Die vorgesehenen Impulse zu Digitalisierung sowie zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur werten die Verbände ebenfalls als wichtigen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland zu stärken.
Schnelle Umsetzung gefragt
„Dass das Bundeskabinett sich gemeinschaftlich auf diese Punkte verständigt hat, ist ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit. Die Betriebe in Deutschland warten auf Reformen, von denen alle profitieren und die spürbar sind“, betont Zöllick.
Geppert ergänzt abschließend: „Die Richtung stimmt – jetzt zählt das Tempo. Die Betriebe erwarten Reformen, die spürbar sind: weniger Bürokratie, modernere Regeln und echte Entlastungen. Dann kann die Tourismusstrategie ihre Wirkung entfalten – auch und gerade in Bayern.“
(Dehoga Bundesverband/Dehoga Bayern/SAKL)