Branchen-Umfrage

Gastgewerbe noch nicht über dem Berg

Kellner mit Essen und Maske
Aufgrund von weiterhin bestehenden Einschränkungen, erholt sich das Gastgewerbe nur langsam vom neunmonatigen Lockdown. (Foto: © LeoPatrizi via Getty Images)
Das Gastgewerbe erholt sich nur langsam vom Lockdown. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Dehoga Bundesverbandes. Vor allem die Stadt- und Tagungshotellerie sowie das Eventcatering verzeichnen weiterhin erhebliche Umsatzausfälle.
Dienstag, 10.08.2021, 11:32 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholt sich das Gastgewerbe nur langsam von der Pandemie. Denn auch wenn Hotels und Restaurants in Ferienregionen von einer guten Nachfrage berichten und hier die Zuversicht wächst, beklagen die Stadt- und Tagungshotels, die Eventcaterer sowie Clubs und Diskotheken weiterhin erhebliche Umsatzausfälle, mit denen sie auch im Herbst und Winter noch rechnen müssen. Für Juli meldeten die Betriebe insgesamt elf Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Juli 2019. 37,2 Prozent der Betriebe bangen mit Blick auf die fehlenden Umsätze weiterhin um ihre Existenz. 23,6 Prozent der befragten Hotels und Restaurants sehen sich sogar konkret vor einer Betriebsaufgabe. Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes hervor.

Meinung zu den geplanten Einschränkungen

Auch wenn knapp 60 Prozent die geplanten Verschärfungen als „schlecht“ bewerten, finden 64 Prozent der Betriebe es „gut“, dass es grundsätzlich mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene geben sollte. 72,3 Prozent würden ihren Betrieb weiter geöffnet halten, auch wenn der Zugang dann nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt wäre.

An der Blitz-Umfrage des DEHOGA Bundesverbandes zur wirtschaftlichen Lage beteiligten sich in der Zeit vom 3. bis 8. August fast 5.500 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland.

(Dehoga/NZ)

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