Digitalisierung

Erstes Roboter-Restaurant Deutschlands startet

Im chinesischen Restaurant „Neue Epoche“ in Moers werden ab sofort menschliche Kellner durch künstliche Intelligenz unterstützt: Die bestellten Gerichte werden von humanoid aussehenden Robotern an die Tische gebracht.

Montag, 17.06.2019, 12:49 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein humanoid aussehender Roboter

Sind Roboter die Kellner der Zukunft? In einem Restaurant in Moers hat zumindest eine neue Ära des Gästeservice begonnen. (Symbolbild © Alexander Limbach/Fotolia)

Der Name des Moerser Restaurants verrät schon einiges über dessen ungewöhnliches Konzept: Das Chinalokal „Neue Epoche“ setzt seit kurzem auf Kellner der etwas anderen Art, wie rp-online berichtet. Statt von menschlichem Personal werden die Gäste hier von humanoid aussehenden Robotern seitens des Unternehmens Showbotixx aus Remscheid bedient. Auch Tische abräumen ist für die quirligen R2D2-Nachfolger kein Problem. Ist dies das Ende der menschlichen Servicekultur? Wohl noch nicht ganz, denn Bestellungen aufgeben und nach dem Essen Geld loswerden müssen die Gäste immer noch bei echten Kellnern aus Fleisch und Blut. Der Grund läge dem Robotikunternehmen zufolge allerdings nicht an technischen Problemen, sondern an der deutschen Gesetzeslage. Showbotixx wies darauf hin, dass es hierzulande nicht erlaubt sei, dass Roboter in Restaurants Rechnungen abkassieren und dass sich dies möglichst schnell ändern müsse, da Deutschland anderenfalls den Anschluss an die künstliche Intelligenz verlieren könnte.

„Wir wollen den lebenden Kellnern die Wege ersparen“

Shobotixx ist nicht nur verantwortlich für den Einsatz der neuen Roboterkollegen, sondern übernimmt auch die Programmierung und Wartung derselbigen. Und in dem Unternehmen herrscht auch Zuversicht, was die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich anbelangt: „Wir wollen zeigen, dass die Roboter auch in großen Restaurants unter realen Bedingungen funktionieren“, soll Showbotixx-Mitarbeiter Matthias Hofmann dem Bericht zufolge verlauten haben lassen. „Wir wollen den lebenden Kellnern Wege ersparen. Sie haben dann mehr Zeit für Beratung und Gespräche mit den Gästen.“ Hoffmann erläuterte darüber hinaus, dass er für die Restaurants der Zukunft gemischte Teams aus Menschen und Robotern plane, wodurch er die menschlichen Kellner entlasten möchte: „Wir wissen das 70 Prozent der Arbeitszeit eines Kellners darauf verwendet wird in die Küche zu laufen, weil gerade jemand gebimmelt hat, um dann wieder zurück zu hetzen.“ (rp-online.de/derwesten.de/TH)

 

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