Geschäftsprognose

Delivery Hero will Jahresumsatz verdoppeln

Lieferdienstfahrerin holt Speisen im Restaurant ab
Durch die Übernahme von Woowa und andauernde Schließung der Gastronomie blickt Delivery Hero positiv auf das Jahr 2021. (Foto: © Delivery Hero)
Lieferdienste profitieren weiter von den Corona-bedingten Schließungen. Delivery Hero will seinen Jahresumsatz daher im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Dabei kommt dem Konzern auch die Übernahme von Woowa zu Gute.
Mittwoch, 28.04.2021, 08:51 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Ein guter Start in das laufende Geschäftsjahr stimmt den Lieferdienst Delivery Hero optimistisch für 2021. Deshalb will das Management den Jahresumsatz verglichen mit dem Vorjahr auf 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro mehr als verdoppeln, wie das im Dax gelistete Unternehmen mitteilte. Delivery Hero profitiert dabei auch von einer Anfang März abgeschlossenen Übernahme der Woowa Brothers Corp. Auf vergleichbarer Basis rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus von bis zu knapp 90 Prozent.

Der Bruttowarenwert (GMV) soll mit 31 bis 34 Milliarden Euro ebenfalls mehr als doppelt so groß ausfallen als noch vor einem Jahr. Auf vergleichbarer Basis – also inklusive des übernommenen südkoreanischen Unternehmens – hatte der Bruttowarenwert im vergangenen Jahr 21,8 Milliarden Euro GMV und 3,5 Milliarden Euro Umsatz generiert.

Lieferdienst weiter in den roten Zahlen

Operativ wird Delivery Hero aber weiter rote Zahlen schreiben. Der Vorstand rechnet mit einer Marge auf Basis des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von minus 1,5 bis minus 2 Prozent.

663 Millionen Bestellungen in Q1 2021

Im ersten Quartal profitierte Delivery Hero weiter von einer starken Nachfrage infolge der weltweiten Corona-Maßnahmen, die das Ausgehen in Restaurants kaum möglich machen. So stieg die Zahl der Bestellungen auf vergleichbarer Basis um 88 Prozent auf 663 Millionen, der Bruttowarenwert legte verglichen mit dem Vorjahr ähnlich stark zu auf 7,8 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz war mit knapp 1,4 Milliarden Euro doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr.

(dpa/Delivery Hero/NZ)

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