Gastgewerbeumsatz im ersten Halbjahr 2026: Gastronomie mit stärkeren Einbußen als Hotellerie
In der ersten Jahreshälfte hat das Gastgewerbe in Deutschland weitere Teile seines Geschäfts verloren. Preisbereinigt fielen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Daten berichtet.
Da gleichzeitig Preiserhöhungen durchgesetzt wurden, stieg der nominale Umsatz aber um 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Mai gingen die preisbereinigten Erlöse im Juni um 1,2 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 sank der Umsatz real um 5,1 Prozent, wohingegen er nominal um 2,3 Prozent stieg.
Im Mai 2026 verzeichnete das Gastgewerbe gegenüber April 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Rückgang von real 0,2 Prozent (vorläufiger Wert: -2,0 Prozent) und nominal 0,1 Prozent (vorläufiger Wert: -2,1 Prozent).
Stärkere Einbußen in der Gastronomie
Die Gastronomie hat in der allgemeinen Konsumflaute deutlichere Einbußen hinnehmen müssen als Hotels und andere Beherbergungsbetriebe. In den Gaststätten und Restaurants blieb der preisbereinigte Umsatz im gesamten ersten Halbjahr 5,7 Prozent niedriger als im Vergleichzeitraum. Nominal lag er um 2,2 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2025.
Bei den Hotels betrug die Einbuße im gesamten ersten Halbjahr 2026 3,2 Prozent. Nominal machten sie 2,0 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum.
(Statistisches Bundessamt (Destatis)/dpa/SAKL)