Zeichen setzen!

Jeunes Restaurateurs starten Petition für reduzierte Mehrwertsteuer

Oliver Röder.
JRE Präsident Oliver Röder setzt sich für eine dauerhaft reduzierte Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie ein. (Foto: © JRE- Deutschland)
Die drohende Mehrwertsteuererhöhung auf Speisen in der Gastronomie beschäftigt die Hospitality-Branche. Die Jeunes Restaurateurs Deutschland wollen ein Zeichen setzen und haben eine Petition gestartet, um dieses Vorhaben zu stoppen. 
Donnerstag, 17.08.2023, 12:30 Uhr, Autor: Thiemo Welf-Hagen Wacker

Die Mehrwertsteuererhöhung wird in der Hospitality-Branche mit viel Sorge und äußerst kritisch gesehen. So haben sich bereits mehrere Verbände – darunter auch der Dehoga – dagegen ausgesprochen.

Auch in der Politik regt sich gegen dieses Vorhaben Widerstand. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie fortzuführen. 

Gemeinsam für den Erhalt der Gastronomie: Stoppt die Mehrwertsteuererhöhung! (Foto: © JRE Deutschland)
Gemeinsam für den Erhalt der Gastronomie: Stoppt die Mehrwertsteuererhöhung! (Foto: © JRE Deutschland)

JRE Petition für reduzierte Mehrwertsteuer

Um ihrem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen und die Politik zum Einlenken zu bewegen, haben die Jeunes Restaurateurs Deutschland um Präsident Oliver Röder nun eine Petition ins Leben gerufen. 

Bislang haben 13.000 Personen diese unterzeichnet. Erreicht werden, soll ein Quorum von 50.000 Unterschriften

„Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir dafür sorgen, dass Restaurantbesuche bezahlbar bleiben und die gastronomische Vielfalt erhalten bleibt. Deshalb zählt jede Unterschrift unter unserer Petition“, findet Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.

Betroffenheit über die Anhebung der Mehrwertsteuer ist groß

Wie groß die Betroffenheit über die Anhebung der Mehrwertsteuer ist, zeigen auch die fast 4.000 Kommentare unter der Petition „Für den Erhalt der gastronomischen Vielfalt“ auf der Plattform OpenPetition.

In der Kommentarspalte herrscht große Sorge darüber, dass Restaurantbesuche für viele Menschen unerschwinglich werden könnten. Andere Unterzeichner schreiben daher auch von „einer existentiellen Bedrohung der Gastronomie“.

Völlig zurecht, wie aktuelle Recherchen des Handelsblatts zeigen. So seien aktuell über 14.000 gastronomische Betriebe akut insolvenzgefährdet – und das bereits ohne Mehrwertsteuererhöhung.

(JRE Deutschland/THWA)

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