Studie

Kartenzahlung wird in der Außengastronomie immer wichtiger

Kartenzahlung in der Außengastronomie
Viele Gäste schätzen die Flexibilität beim bargeldlosen Bezahlen – und bestellen dadurch häufiger spontan nach. (Foto: © iStock/filadendron)
Sommer, Sonne, gute Laune – mit den ersten warmen Tagen beginnt die Saison der Außengastronomie. Eine aktuelle Studie zeigt: Kartenzahlung gewinnt dabei an Bedeutung und fördert vor allem spontane Bestellungen – mit positiven Effekten für den Umsatz.
Freitag, 24.04.2026, 10:09 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Mit Beginn der warmen Jahreszeit startet auch die Saison der Außengastronomie. Eine aktuelle, repräsentative girocard-Studie1 zeigt, dass bargeldloses Bezahlen dabei für viele Gäste eine wichtige Rolle spielt: Rund acht von zehn Befragten (79 Prozent) planen im Sommer den Besuch eines Ausflugslokals. 

In der Außengastronomie liegen Bargeld (47 Prozent) und Kartenzahlung (44 Prozent) im Rennen um das beliebteste Zahlungsmittel zwar fast gleichauf, die Option, vor Ort mit Karte zu bezahlen, bewerten jedoch 77 Prozent der Befragten grundsätzlich als positiv.

Gleichzeitig zeigt sich ein Einfluss auf das Konsumverhalten: Etwa zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) stimmen zu, dass sie dank bargeldloser Zahlung eher spontan noch etwas zu essen oder ein zweites Getränk bestellen. Die Option zur Kartenzahlung kann dadurch den Umsatz von Gastronomen steigern. 

girocard-Studie zur Außengastronomie
(Quelle: © girocard) 

Besonders junge Gäste erwarten bargeldloses Bezahlen

Gerade bei kurzfristigen Entscheidungen spielt die Zahlungsart eine wichtige Rolle. Ob Biergarten oder Eiscafé – rund jeder Vierte (27 Prozent) entscheidet sich kurzfristig für solche Ausflüge. Wer spontan einkehrt, hat jedoch nicht immer Bargeld dabei. Kartenzahlung schafft hier die nötige Flexibilität. 

Vor allem für jüngere Gäste ist die Zahlungsart entscheidend: 62 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben ein Ausflugslokal schon einmal nicht besucht, weil dort keine Kartenzahlung möglich war. Für Gastronomen ergibt sich daraus ein klares Signal: Bargeldlose Bezahlmöglichkeiten können helfen, insbesondere junge Gäste anzusprechen und zusätzliche Umsätze zu generieren.

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Trinkgeld: Gäste wünschen sich Transparenz bei Kartenzahlung

Die Trinkgeld-Kultur in der Außengastronomie ist ausgeprägt. Die Mehrheit (62 Prozent) gibt fünf bis zehn Prozent Trinkgeld. Auch bei Kartenzahlung zeigen sich die Gäste grundsätzlich bereit: 40 Prozent geben an, auch beim Bezahlen mit Karte ein Extra für den Service zu geben. 

Unter den Kartenzahlern legen 58 Prozent der Befragten das Trinkgeld dennoch lieber separat in bar auf den Tisch. Grund dafür ist mangelnde Transparenz: Fast zwei Drittel (63 Prozent) befürchten nämlich, dass das Trinkgeld sonst nicht vollständig beim Personal ankommt.

Hinweise vor Ort  – etwa durch einen Aufsteller am Tisch oder einen Hinweis der Servicekraft beim Bezahlen – könnten hier für mehr Vertrauen sorgen. So wissen Gäste, dass ihre Wertschätzung in Form von Trinkgeld verlässlich weitergegeben wird.

1infas quo im Auftrag der girocard: Außengastronomie-Umfrage 2026, März 2026, 1.130 Befragte 

(EURO Kartensysteme/girocard/SAKL)

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